Mark Zuckerberg
„Mr. Facebook“ die Person des Jahres

„Facebook“-Gründer Mark Zuckerberg ist für das „Time“-Magazin die „Person des Jahres“ 2010 in den USA. Der 26-Jährige verwies überraschend Wikileaks-Gründer Julian Assange auf Platz drei, Zweiter wurde die ultrakonservative „Tea Party“-Bewegung aus den USA.
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NEW YORK. Der erst 26 Jahre alte Mark Zuckerberg ist die "Person des Jahres" in den USA. Das angesehene Magazin "Time" wählte den "Facebook"-Gründer gestern zum einflussreichsten Menschen des Jahres, weil er mit seinem sozialen Netzwerk das Leben von fast jedem zehnten Menschen auf der Erde verändert habe. "Sein Netzwerk erreicht 500 bis 600 Millionen Menschen und hat sie miteinander verknüpft", sagte "Time"-Chef Richard Stengel. "Er hat ein neues System geschaffen, um Informationen auszutauschen, und unser aller Leben verändert." So viele Leute zu verbinden habe noch nie jemand in der Geschichte der Menschheit geschafft.

Allgemein war damit gerechnet worden, dass Wikileaks-Gründer Julian Assange zum "Mann des Jahres" ernannt wird. Die von ihm mitgegründete Online-Plattform hatte mit der Veröffentlichung vertraulicher und geheimer Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan immer wieder Schlagzeilen gemacht. Nicht zuletzt stand der Australier selbst im Mittelpunkt. Obwohl Assange in einer Leserabstimmung vorn gelegen hatte, kam er für die Herausgeber nur auf Platz drei. Vor ihm lag noch die ultrakonservative "Tea Party"-Bewegung aus den USA. Die Plätze vier und fünf hatten der afghanische Präsident Hamid Karzai und die zwei Monate verschütteten chilenischen Bergleute.

"Time" würdigte durchaus auch Assange. Auch Wikileaks habe die Welt stark verändert. Ein Unterschied sei aber, dass Assange überall Verschwörung und Verrat sehe. Für Zuckerberg seien die Millionen "Facebook"-Nutzer hingegen eher potenzielle Freunde.

Der "Mann des Jahres" - seit 1999 die "Person des Jahres" - wird seit 1927 von dem New Yorker Magazin bestimmt. Dabei geht es einzig um den Menschen, der die Welt das Jahr über geprägt hat, auch im negativen Sinne.

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