Mark Zuckerberg sagt ab
Kein Hoodie im Weißen Haus

Mark Zuckerberg will 2017 alle 50 US-Bundesstaaten besuchen. Doch Spekulationen, er laufe sich damit für eine Präsidentschaftskandidatur warm, erteilt der Facebook-Chef nun eine Absage. Schließlich hat er Größeres vor.
  • 1

DüsseldorfFür die einen Amerikaner war es ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Zeit nach Trump – für die anderen wohl eine Horrorvorstellung: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte zum Jahreswechsel den Eindruck erweckt, er hege Ambitionen auf das Amt des US-Präsidenten. Schließlich hatte Zuckerberg in seiner jährlichen „Challenge“ angekündigt, in diesem Jahr alle US-Bundesstaaten besuchen zu wollen. Das klang nach Wahlkampf-Tour. Zudem gab es Hinweise darauf, dass Zuckerberg ausgelotet habe, wie sich ein politisches Amt mit seiner Funktion als Facebook-Chef vereinen lässt.

Doch es wird nichts aus dem Kapuzenpulli im Weißen Haus; Mark Zuckerberg hat die Spekulationen zurückgewiesen. Das US-Nachrichtenportal „Buzzfeed“ hatte den Facebook-Chef angefragt – und eine eindeutige Antwort erhalten: „Nein“, schrieb Zuckerberg. Er konzentriere sich darauf, die Facebook-Community auszubauen und für die Chan-Zuckerberg-Initiative zu arbeiten.

Mit ihrer gemeinnützigen Stiftung hatten Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan Anfang der Woche das Start-up Meta erworben. Die Suchmaschine für Künstliche Intelligenz will Forschern und potentiellen Investoren wissenschaftliche Studien zugänglich machen. Das Milliardärs-Paar hatte bei der Geburt ihrer Tochter Max angekündigt, 99 Prozent ihrer Facebook-Anteile im Laufe ihres Lebens für die Initiative zu veräußern. Das Ziel der Stiftung: Alle Krankheiten heilen.

Bei so viel Ambition wäre wahrscheinlich auch keine Zeit für Wahlkampf. Eine anonyme Quelle verriet „Buzzfeed“ zudem: „Für Mark ist Facebook eine globale Gemeinschaft, die schon jetzt eine wichtige Rolle im Leben von Milliarden Menschen überall auf der Welt spielt.“ Und habe so auch eine wichtige Rolle die Basis für Anliegen aufzurütteln. Wer Chef von Facebook ist, wer braucht da ein politisches Amt?

Kommentare zu " Mark Zuckerberg sagt ab: Kein Hoodie im Weißen Haus"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%