Markus Schächter
Der neue ZDF-Chef ist der alte

Nach den Querelen vor drei Jahren ist dieses Mal alles glatt gelaufen: Der ZDF-Fernsehrat hat Markus Schächter beinahe einstimmig für eine weitere Amtszeit zum Intendaten gewählt.

HB MAINZ. Bis 2011 steht Schächter damit dem Sender vor. Von den 61 anwesenden der insgesamt 77 Fernsehratsmitglieder stimmten am Freitag in Mainz 60 mit Ja und nur 1 mit Nein. Das ist das beste Ergebnis, das je ein ZDF-Intendant erzielt hat. Es gab allerdings auch keinen Gegenkandidaten.

Bei der ersten Wahl Schächters am 9. März 2002 waren fünf Wahlgänge nötig, weil sich die politischen Gruppen im Fernsehrat lange nicht auf einen mehrheitsfähigen Kandidaten geeinigt hatten. Damals hatte Schächter im fünften Wahlgang 51 von 67 Stimmen erhalten. Seine erste Amtszeit läuft im März 2007 ab.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte, das Ergebnis der Intendantenwahl sei gerechtfertigt. Schächter habe das Haus gut aufgestellt sowohl auf dem Medienmarkt als auch in finanzieller Hinsicht. Der Fernsehratsvorsitzende Ruprecht Polenz (CDU) hob als Vorzüge Schächters Offenheit, Kollegialität und Teamorientierung hervor. Das ZDF sei unter seiner Leitung ein „Qualitätssiegel für Zuverlässigkeit und Orientierung“ geworden.

Vor seiner Wahl zum Intendanten leitete Schächter, seit 1981 beim ZDF, zunächst die Kulturredaktion und wurde 1998 Programmdirektor. Der 56-Jährige gilt innerhalb des ZDF als „Teamplayer“. Er hat in den vergangenen Jahren unter anderem die Digitalisierung des Senders vorangetrieben und sich um eine stärkere Akzeptanz des ZDF in den neuen Bundesländern bemüht.

Beim ZDF sind rund 3500 Mitarbeiter fest angestellt. Für dieses Jahr hatte der Sender im Dezember 2004 einen Überschuss von 25,1 Mill. Euro eingeplant. Bis zum Ende der Gebührenperiode im Jahr 2008 rechnet das ZDF erstmals seit Beginn der 90er Jahre wieder mit einer „schwarzen Null“.

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