Martin Blessing
„Ich gehe da nicht nochmal hin“

Martin Blessing ist fast alles gelungen. Doch seit dem Kauf der Dresdner Bank hat ihn das Glück verlassen. Dieses Projekt, dann die Finanz- und nun die Schuldenkrise haben der Commerzbank und ihrem Chef schwer zugesetzt.
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Deutschlands zweitgrößter Bank fehlen möglicherweise rund fünf statt der bisher erwarteten 2,9 Milliarden Euro Eigenkapital, um auf die von den Regulierern geforderte Quote von neun Prozent zu kommen. Wenn dies in letzter Konsequenz bedeuten würde, dass wieder der Steuerzahler einspringen muss, dann, ja dann wäre die Ära des Martin Blessing wohl beendet. Denn der agile Bankchef, der klare Worte bevorzugt, hat seine eigene Zukunft als Vorstandschef daran geknüpft, dass die teilverstaatlichte Bank nicht nochmals Staatshilfe beanspruchen muss.

Bei aller Dankbarkeit, die die Bank für die Hilfe der Steuerzahler und der Politik empfinde, sei die „öffentliche Begleitung“ auf die Inanspruchnahme des Bankenrettungsfonds SoFFin beim letzten Mal wenig motivierend gewesen, sagte Blessing unlängst vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Blessing wörtlich: „Ich gehe da nicht nochmal hin.“

Deshalb bleibt ihm nur, die Bilanz - durch Einschränkungen bei der Kreditvergabe oder den Verkauf von Firmenteilen oder Portfolien - so deutlich abzubauen, dass das vorhandene Kapital zur Unterlegung der Risiken (RWA) reicht. Doch das ist ein Balanceakt: Die Bank darf dabei keine Verluste hinnehmen, die das Kapital weiter aufzehren. Bleibt am Ende also doch nur der Staat und damit der Rücktritt Blessings?

Es wäre das Scheitern eine Wunderkindes. Was Martin Blessing bislang auch anfasste, es gelang ihm. Katholisches Jungengymnasium Königstein, vorgezogenes Abitur. Bundeswehr. Lehre bei der Dresdner Bank, Studium, unter anderem in der Kaderschmiede St. Gallen im Schnelldurchlauf. 1988 ist Blessing 25 Jahre alt, hat zwei Abschlüsse und einen garantierten Job bei McKinsey. Mit 31 wird er dort Partner. Er ist ein Überflieger. Keine Frage, dass er es in den Vorstand einer großen Bank schafft.

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Lange eilt Blessing von Erfolg zu Erfolg

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  • Mir kommen gleich die Tränen. Diese Bedauernswerte Bank, welche Ihre Kunden und Aktionäre rigeros und ohne mit der Wimper zu zucken über den Tisch zieht und ruiniert.

    Diese Bank gehört vor Gericht und die Vorstände eingesperrt. Diese hat lange den untersten Rand des Futtertroges erreicht, - sowohl das Fussvolk wie der Kopf stinkt!!

    Wann wird endlich der Staatsanwalt im Bananenstaat DE tätig?!

  • Die CoBank ist in ganz hohem Umfang in nicht wirtschaftliche und hochriskante Finanzierungen von Öko-Energieprojekten involviert (Wind- und Solarparks). Als Quasi-Staatsbank wird die CoBank von der Politik missbraucht, um schwachsinnige politische Ziele durchzudrücken, die keine Privatbank sonst finanzieren würde. Die Rechnung haben die verbliebenen Aktionäre nun bekommen: Der Laden ist defacto pleite.
    So wie fast alle Landesbanken und die Politik damit eine weitere Bank vor die Wand gefahren.

  • Wieder ein Überflieger am Ende.
    Es ist hart, denn es wird wohl keine Stadt nach ihm benannt werden. Ich schätze, er bekommt wohl eine Abfindung in Millionenhöhe und zieht dannach in andere Banken als Vorstand ein.Der Steuerzahler spendiert ihm ein neues Domizil uns vielleicht eine Yacht darauf.Für verursachte Veruste wird er wohl kaum zur Verantwortung gezogen und nicht einmal wird er einen Chef, wie sich selbst in Zukunft ertragen müssen. Also wischt Euch die Tränen aus den Augen. Am Ende ist doch alles gut!

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