Matthias Hunecke
Brille24.de-Gründer treibt die Expansion voran

Vom niedersächsischen Oldenburg aus nach ganz Europa: Matthias Hunecke, der Gründer und Geschäftsführer des Online-Brillenhändlers Brille24.de, will in den kommenden Monaten auch in Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden vertreten sein.
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DÜSSELDORF. "Wir werden 2013 insgesamt mehr als eine Million Brillen verkaufen", sagt Hunecke, der schon vor dem Abitur seine erste Firma gegründet hat. 1996 brachte er den Mobilfunk-Dienstleister Privatel auf den Markt.

2006 hat der 34-Jährige das Portal gegründet - und vertreibt die neue Brille zum Einheitspreis von knapp 40 Euro. Damals war er froh, zehn Bestellungen pro Tag abwickeln zu können, heute verkauft er täglich bis zu 2000 Stück und beschäftigt 30 Mitarbeiter - darunter auch ausgebildete Optiker, die die Fragen der Kunden per Telefon oder Mail beantworten. Produziert wird aber nicht in Niedersachsen, sondern in Asien. Die Gestelle kommen aus Schanghai, die Gläser aus Südkorea und Japan, montiert wird in Thailand.

Hunecke selbst ist Wirtschaftswissenschaftler. Noch heute pflegt er einen engen Kontakt zu seiner Universität in Oldenburg - so steht er der Gründerwerkstatt vor. Dort hilft der Ideengeber bei Förderanträgen und verschafft die nötigen Kontakte. Wenn er von der Idee eines Schützlings überzeugt ist, steigt er als Business-Angel schon mal selbst mit ein.

Und auch das eigene Unternehmen treibt er voran. Für den neuen Standort Brüssel, von dem aus der französische, spanische, belgische und niederländische Markt erschlossen werden soll, hat er zwei erfahrene Manager verpflichtet: Paul Biondi, ehemaliger Managing Director beim Online-Werbedienstleister Adlink, und Christophe Hocquet. Der Franzose, der als Vorstandsassistent bei Bertelsmann angefangen hatte, baute in Frankreich den Internet-Dienstleister Pixelpark auf. Vom Erfolg des Online-Brillenhändlers ist Hocquet überzeugt: "Der Trend, eine Brille im Internet zu kaufen, ist nicht zu stoppen."

Die niedergelassenen Optiker nehmen Brille24.de als ernsthaften Konkurrenten wahr - wenn auch mit gemischten Gefühlen. Der Zentralverband der Augenoptiker kritisiert, dass im Internet vor allem die fachliche Beratung fehlt. Marktführer Fielmann verzichtet aus diesem Grund auf einen Online-Shop für Brillen. Dort heißt es: "Brillen kann man per Internet nicht anpassen." Für Hunecke ist das kein Grund zur Beunruhigung. Eine Beratung im Geschäft sei immer auch ein Verkaufsgespräch - das den Kunden oft teuer zu stehen kommt.

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  • Meine erste Brille habe ich in dieser Woche bei Brille24.de bestellt. Da ich extrem unterschiedliche Werte zwischen beiden Augen habe, hat sich der Kundenservice an mich gewandt, um mich zu beraten. Auch per E-mail kann eine Beratung stattfinden. Diese Brille ist ein so schönes Modell, dass ich es mir kaum vorstellen kann, diese für den Preis von nur 39,00 Euro in einer Optiker-Filiale zu erhalten. Sind die Gläser dann noch ausgeglichen und gut eingepasst. Dann werde ich die beste Kritik im Online-Shop von Brille24.de reinstellen.

    Das ist für mich dann der Optiker-Brillen-Shop, wo ich als Stammkunde eingetragen bin. Was richtig ist, dass im Geschäft bei den Kunden die Beratungsgespräche mit Aufschlägen bei der Brille abgegolten werden.

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