Dieter Zetsche

Der Daimler-Chef ist der einzige Manager, dem seit 2013 in jedem Jahr ein zweistelliger Millionenbetrag zufloss.

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McDermott, Zetsche, Kaeser Das sind die Top-Verdiener unter den Dax-Chefs

Die Chefs der Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor. Diese Firmenbosse liegen im Gehaltsranking vorn.
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FrankfurtZweistellige Millionengehälter sind für die größten deutschen Unternehmen kein Tabu mehr. Allein fünf der 30 Konzerne im Leitindex Dax zahlten ihren Vorstandsvorsitzenden für das vergangene Jahr zehn Millionen Euro und mehr, wie aus einer Erhebung der Frankfurter Vergütungsberatung hkp hervorgeht. Bei drei weiteren lag die Gesamtvergütung haarscharf unter dieser Schwelle.

„Wir haben im Dax einen historischen Vergütungsrekord“, sagte hkp-Mitgründer Michael Kramarsch am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt erhielten die 29 Dax-Vorstandschefs, von denen die Zahlen vorliegen, rund 200 Millionen Euro.

Die höchste Vergütung, die ein Vorstandschef im Dax jemals bekam, kassierte 2017 an SAP-Chef Bill McDermott. Er verteidigte seine Spitzenposition mit 21,1 Millionen Euro. Dem Amerikaner kam dabei auch zugute, dass die Rivalen von SAP zumeist in den USA sitzen, wo die Unternehmenslenker im Schnitt deutlich höhere Vergütungen bekommen als in Deutschland.

Doch mit den Gewinnen der Dax-Konzerne halten die Gehälter des Spitzenpersonals ohnehin nicht mit. Nach Berechnungen von hkp ist der Nettogewinn im Dax um 36 Prozent gestiegen. Dagegen kletterten die Gesamtvergütungen der Vorstandschefs im Schnitt nur um 3,5 Prozent auf 7,4 Millionen Euro.

Werner Wenning, Chef des Versicherers Münchener Rück, ist in dem Ranking nicht enthalten, da er erst ab 27. April 2017 an der Konzernspitze steht. Die Commerzbank hat ihren Geschäftsbericht noch nicht veröffentlicht.

Platz 28: Rolf Martin Schmitz (RWE)

Der RWE-Chef liegt laut der hkp-Studie auf dem letzten Platz der Vergütungsrangliste. Quelle: dpa
Rolf Martin Schmitz

Der RWE-Chef liegt laut der hkp-Studie auf dem letzten Platz der Vergütungsrangliste.

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Der Manager ist seit Oktober 2016 Vorstandschef des Energieversorgers. Mit einer Vergütung von 2,82 Millionen Euro liegt er im Dax-Vergleich an letzter Steller.

Platz 27: Thomas Ebeling (Pro Sieben Sat 1)

Der frühere Chef des Medienkonzerns musste zwar starke Einbußen hinnehmen. Seine Vergütung sank von 6,04 Millionen Euro auf 3,47 Millionen Euro. Sein Rücktritt Anfang 2018 wurde ihm aber mit einer Abfindung von 7,1 Millionen Euro vergoldet.

Platz 26: Stefan Heidenreich (Beiersdorf)

Auch der Beiersdorf-Chef muss Einbußen hinnehmen. Seine Vergütung sank von 4,19 Millionen Euro auf 3,57 Millionen Euro.

Platz 25: Carsten Kengeter (Deutsche Börse)

Der Manager bekam zum Abschied zwar mit 3,59 Millionen Euro nicht mal halb so viel Gehalt wie 2016, erhält aber auch in diesem Jahr noch rund 1,5 Millionen Euro – und darf sich später wohl noch auf einen Teil der umstrittenen aktienbasierten Vergütung freuen, mit der ihn die Deutsche Börse einst geködert hatte.

Platz 24: Stephan Sturm (Fresenius)

Sturm, der im Juli 2016 die Leitung des Gesundheitskonzerns übernommen hat, verdiente 2017 insgesamt 3,82 Millionen Euro.

Platz 23: Aldo Belloni (Linde)

Der Manager kehrte 2016 zu dem Industriegasekonzern zurück. Im vergangenen Jahr erhielt er dafür 4,02 Millionen Euro.

Platz 22: Reinhard Ploss (Infineon)

Die Vergütung des Managers stieg 2017 um rund 1,5 Millionen Euro auf 4,32 Millionen Euro. Das war der zweitgrößte Zuwachs aller Dax-Chefs.

Platz 21: John Cryan (Deutsche Bank)

Der Brite hat immer noch das höchste Fixgehalt im Dax, verzichtete aber wie im Vorjahr auf seinen Bonus. Seine Vergütung sank laut hkp von 4,66 Millionen Euro auf 4,37 Millionen Euro.

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  • Kaeser: Dresser-Rand im Ölboom überteuert kaufen - jetzt das Medizintechnik Tafelsilber verscherbeln, mehr kann er nicht. Schwache Leistung, hoch bezahlt!

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