Media-Analyse 2007 Radio I
Stabil hohe Reichweiten und paralleler Einsatz bei den Onlinern

Die von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse in Frankfurt veröffentlichten Reichweitenergebnisse der ma 2007 Radio I belegen eine konstant hohe Radionutzung für die werbetragenden Programme. Dies gilt auch für junge, 14-29jährige Hörer.

Danach nutzen aktuell 79,4 Prozent der Bevölkerung täglich das Radio (ma 2006 II: 79,3 Prozent , Mo-Fr). Am längsten bleiben die begehrten Berufstätigen dran (279 Minuten täglich; Radio gesamt: 250 Minuten). Für 83,1 Prozent der Berufstätigen bleibt Radio unverzichtbarer Begleiter durch den Berufsalltag mit einer Verweildauer von täglich mehr als 4,5 Stunden.

Die jungen Hörer (14- bis 29 Jahre), die in den letzten beiden Jahren zunächst an Reichweite und Verweildauer einbüßten, zeigen wieder stabile Reichweiten (Tagesreichweite: 73,8 Prozent). Wie die Radiozentrale, eine Initiative führender Privatradio-Unternehmen kommentiert, spielt bei den 14-19jährigen offenbar das nicht beliebig erweiterbare Medien-Zeitbudget eine entscheidende Rolle (Ausbildung und Schulzeiten). Die reduzierten Schuljahre und die damit einhergehende Zunahme von Wochenstunden beeinflussten die Radionutzung (Verweildauer: um 8 Minuten reduziert).

Wie die Radiomacher beobachten, hat der Reiz der neuen Audio-Medien wie iPod und Co. bei den 14-29jährigen, den Erstnutzern der neuen Medien, nachgelassen. Es manifestierten sich Wear-out-Effekte, die Studien aus Großbritannien und den USA bereits nachwiesen, heißt es in einer ersten Reaktion auf die Daten. Besitzer von MP3-Playern schauten sich spätestens sechs Monate nach Kauf des Gerätes nach neuen Impulsen zum Aufspielen und Downloaden von Musiktiteln und Podcast-Shows um. Mit der Folge, dass sie sich wieder häufiger dem Radio zuwendeten.

"Möglicherweise schwappen die Effekte von iPod & Co. derzeit auch in die Zielgruppe der 30-39jährigen über, so dass wir davon ausgehen, dass sich bei dieser Momentaufnahme auch diese leichten Rückgänge (-2,6 Prozent Tagesreichweite) schon bald wieder nivellieren," erklärt Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Initiative. Die Mitglieder seiner Organisation sehen auch in der wachsenden Gruppe der Internetnutzer eine vielversprechende Zielgruppe. Die Langzeitstudie "Massenkommunikation 2005" belege in einer Auswertung für die Media-Perspektiven die Parallelnutzung der Medien. Danach liegt die von Internet und Radio mit täglich 83 Minuten weit vor allen anderen.

Alle dargestellten Werte beziehen sich auf die ma 2007 Radio I, Radio gesamt (inklusive werbefreie Programme), Mo-Fr 5-24 Uhr. Auswertungen und Darstellungen zur ma 2007 Radio I finden Sie unter www.radiozentrale.de.

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