Media-Saturn-Zwist
Kellerhals fordert rasche Nachfolge bei Metro

Die Suche nach einer neuen Führung in der Media-Saturn-Gruppe befeuert den Machtkampf innerhalb des Konzerns: Minderheitsgesellschafter Kellerhals fordert eine rasche Regelung. Der Metro-Vorstand hält sich bedeckt.
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EssenIm Eigentümer-Zwist bei Media-Saturn setzt sich Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals für eine rasche Nachfolgeregelung im Fall des ausgeschiedenen Chefs Horst Norberg ein. Kellerhals habe Mehrheitseigner Metro aufgefordert, zügig in einen Dialog in der Cheffrage einzutreten, sagte ein Sprecher der Kellerhals-Gesellschaft Convergenta am Mittwoch. Kellerhals habe zudem einen Vorschlag für einem Interims-Vorsitzenden bei Europas größter Elektronikhandelskette gemacht. Es handele sich um ein Mitglied der Media-Saturn-Geschäftsführung. Einen Namen wollte der Sprecher indes nicht nennen. Metro wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Norberg hatte am Dienstag das Handtuch geworfen und dies damit begründet, dass er daran zweifele, ob er noch den vollen Rückhalt im Gesellschafterkreis genieße. Der Düsseldorfer Handelsriese hatte daraufhin angekündigt, sein Vorstandsmitglied Pieter Haas als stellvertretenden Vorsitzenden in die Media-Saturn-Geschäftsführung zu entsenden. Dort soll er formal die Geschäfte leiten, denn einen Media-Saturn-Chef gibt es derzeit nicht. Kellerhals und der Metro-Vorstand ringen seit Jahren um die Macht bei der Kette mit über 56.000 Mitarbeitern, die zuletzt knapp ein Drittel des Metro-Umsatzes erwirtschaftete. Umstritten war unter anderem die Expansionsstrategie von Media-Saturn und die Aufstellung des Online-Geschäfts. Media-Saturn-Mitbegründer Kellerhals hat trotz seiner Beteiligung von rund 22 Prozent umfassende Veto-Rechte. Metro möchte diese aushebeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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