Media-Studie
Handelsblatt bleibt Favorit

Das "Handelsblatt" ist nach wie vor jene Tageszeitung, die von Anlageberatern in Banken sowie von unabhängigen Finanzdienstleistern am häufigsten gelesen wird.

Andere Tageszeitungen wie die "Financial Times Deutschland" haben gegenüber dem Vorjahr allerdings merklich aufgeholt. Das ergab die HBS Medienstudie 2003, die in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt wurde. Dabei ist der Anteil der Bankberater, die für ihre berufliche Information auf das "Handelsblatt" zurückgreifen, noch um einiges höher als bei den unabhängigen Finanzdienstleistern.

Bei den Wochen- und Monatsmagazinen bevorzugen die Bankberater wie schon im vergangenen Jahr "Börse Online". Dahinter folgt mit einer deutlich geringeren Häufigkeit das Magazin "Capital". Die Wochenzeitschrift "Focus" verdrängte 2003 die "Wirtschaftswoche" und liegt gemeinsam mit "Der Fonds" auf dem dritten Platz. Bei den unabhängigen Finanzberatern sieht das Bild ein wenig anders aus: Hier hat das Wirtschaftsmagazin "Capital" die Zeitschrift "Finanzen" vom ersten auf den zweiten Platz verdrängt. "Portfolio International" (deutsche Ausgabe) konnte seinen Anteil weiter ausbauen und somit den dritten Platz behaupten. Während "Capital" und "Finanzen" neben den Fachleuten der Branche vor allem private Anleger ansprechen, richtet sich "Portfolio International" ausschließlich an das Fachpublikum.

Online-Ausgaben von Tageszeitungen finden in beiden Gruppen bislang nur eine untergeordnete Akzeptanz, die Finanzexperten konzentrieren sich weitgehend auf die Printausgaben. Da nunmehr die zweiten Studienergebnisse vorliegen, könnten inzwischen einige wichtige Trends im Leseverhalten der Finanzberater abgeleitet werden, erläuterte Steve Boyce, Geschäftsführer des in London und Frankfurt ansässigen Beratungsunternehmens HBS International, das sich auf die Medienbuchung, PR und Marketingservices im Finanzdienstleistungsbereich spezialisiert hat. Die Studie soll eine Reihe detaillierter Informationen liefern, die für eine effiziente Medienplanung und Pressearbeit deutscher und ausländischer Finanzunternehmen von erheblichem Interesse sind.

www.hbs.com

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