Medien
Fernsehen: Content bleibt König

Neue Distributionskanäle werden das klassische Fernsehen nicht verdrängen, solange der Content stimmt. Vielmehr bieten Mobile TV, IPTV oder Video-on-Demand (VoD) die Chance, das klassische Fernsehen zu stärken. Diese Ansicht vertritt Walter Zinggl, Geschäftsführer des TV-Vermarkters ORF Enterprise.

Zwar seien Mobile TV, IPTV oder VoD keinen neuen Medien im strengen Sinn, dennoch werde in der öffentlichen Diskussion das klassische Fernsehen bereits totgesagt, betonte er anlässlich des letzte Woche vom Wiener Publizistikinstitut abgehaltenen Symposiums TVienna. Dabei sehe die Zukunft des Fernsehens recht gut aus, wenn man die Prognosen für die Fernsehnutzung betrachte. Bis 2010 soll diese laut der Untersuchung eines Marktforschungsinstituts um sechs Prozent wachsen.

An den neuen Distributionskanälen, die von Web 2.0 bis zum interaktiven Fernsehen reichen, würden derzeit jedoch Rechtsanwälte und Veranstalter von Großevents wie Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen am meisten verdienen, da diese sich die entsprechenden Rechte sicherten. "Das wichtigst bei Content ist die umfassende Rechtesicherung, um massenmedialen Erfolg zielgruppenspezifisch nutzen zu können", betont Zinggl. "Erst dann kann Content das Zugpferd für erfolgreiche Werbung werden".

www.enterprise.orf.at

www.tvienna.at

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