Medien: Premiere-Vorstand Mahr geht

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Premiere-Vorstand Mahr geht

Nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte nimmt Premiere-Sportvorstand Hans Mahr seinen Hut. Der Aufsichtsrat habe Carsten Schmidt (42) zum 1. März zum neuen Vorstand Sport und New Business berufen, teilte die Premiere AG in München mit.

dpa MüNCHEN. Nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte nimmt Premiere-Sportvorstand Hans Mahr seinen Hut. Der Aufsichtsrat habe Carsten Schmidt (42) zum 1. März zum neuen Vorstand Sport und New Business berufen, teilte die Premiere AG in München mit.

Der 56-jährige Mahr leitete das Ressort erst seit fünf Monaten. Premiere-Chef Georg Kofler betonte, es handele sich nicht um personelle Konsequenzen seitens des Unternehmens. „Wir haben gemeinsam ein Maximal-Ziel angestrebt und dieses Ziel nicht erreicht, damit hat sich auch für den Sportvorstand ein veränderter Spielplan ergeben.“

Im Wettbieten um die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga hatte Premiere im Dezember den Kürzeren gezogen. Die Rechte gingen an die Arena Sport Rechte und Marketing Gmbh. Dahinter steht die Kölner Unity Media, unter deren Dach die drei Kabelnetzbetreiber Iesy, Ish und Telecolumbus firmieren. Die Premiere-Aktie war nach der Nachricht abgestürzt, Experten befürchteten einen Kundenschwund bei dem Bezahlsender.

Kofler betonte, der einstige RTL-Informationsdirektor Mahr verlasse den Bezahlsender Ende Februar im besten beiderseitigen Einvernehmen. Wenn jemand für den Verlust der Bundesliga-Rechte in der Verantwortung stehe, dann sei er es selbst, sagte Kofler. Mahr erklärte zu seinem Weggang: „Ich war sehr gerne im Vorstand von Premiere. Die Aufgabenstellungen haben sich aber seit meinem Eintritt deutlich verändert, deshalb habe ich mich entschlossen, neue berufliche Herausforderungen anzunehmen.“

Mahrs Nachfolger Schmidt ist seit 1999 bei Premiere und verantwortete bisher als Sportchef die Redaktion und die Produktion des gesamten Premiere-Sportangebots. In seiner neuen Funktion ist er zusätzlich für den Sportrechteeinkauf von Premiere zuständig. Zudem verantwortet er das Geschäft mit Sportwetten und Gewinnspielen sowie die Werbevermarktung und übernimmt die Programmgeschäftsführung von Premiere Österreich. Vor seiner Tätigkeit bei Premiere war Schmidt sieben Jahre bei dem Sportmedien-Dienstleister Wige Media, wo er als Geschäftsführer und Vorstand vier Jahre den Bereich Marketing und Television leitete.

Kofler hatte angekündigt, mit Arena und der Deutschen Telekom in Gespräche über mögliche Sublizenzen für die Bundesliga- Berichterstattung eintreten zu wollen und sich für Einigungschancen zuversichtlich gezeigt. Im vergangenen Jahr hatte der Bezahlsender nach Koflers Angaben gegen die Fusion von Ish und Iesy zu Unity Media Beschwerde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht. Auf die Frage, ob dies mögliche Gespräche belasten könnte, sagte Kofler: „Beide Partner wissen das zu trennen und wahren ihre Rechtspositionen. Bei gutem Ausgang können die Raketen wieder zurück in die Silos gefahren werden.“

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