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Pro Sieben trennt sich von Geschäftsführer

Der Privatsender Pro Sieben trennt sich von Geschäftsführer Dejan Jocic. Als Grund gibt der Münchner TV-Anbieter "unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung des Senders" an.

HB MÜNCHEN. Mit sofortiger Wirkung übernehme Andreas Bartl (42) Jocics Aufgaben, teilte Deutschlands größter TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 am Donnerstag mit. Bartl führt bisher die Geschäfte des ebenfalls zu dem Konzern gehörenden Senders Kabel eins. "Ich freue mich, dass mit Andreas Bartl einer der anerkanntesten TV-Manager des deutschen Fernsehmarkts den Sender ProSieben übernimmt", erklärte Konzernchef Guillaume de Posch.

Jocic (33) hatte die Geschäftsführung von Pro Sieben erst im Mai vergangenen Jahres übernommen. Anders als bei den anderen Sendern der Familie entwickelte sich der Marktanteil von Pro Sieben während seinerAmtszeit rückläufig. Im Herbst konnte auch die längere Zeit schwächelnde Konkurrenz wieder punkten, denn der private Marktführer gewann mit der Show "Deutschland sucht den Superstar" wieder Marktanteile.

Der Pro Sieben-Geschäftsführer stand unter anderem für eine Reihe umstrittener Reality-Programme wie „Die Burg“ und Sendungen wie „Hire or Fire - Der beste Job der Welt“, die bereits nach einmaliger Ausstrahlung abgesetzt worden war. Auch die eigenproduzierte Serie „Alles außer Sex“, mit der Jocic große Erwartungen verknüpft hatte, entwickelt sich trotz Verlegung auf einen anderen Sendeplatz bisher schwach.

Im Laufe der kommenden Wochen solle ein neuer Geschäftsführer von Kabel eins ernannt werden, kündigte das Unternehmen an. Bartl arbeitete nach dem Studium der Amerikanistik, Kommunikationswissenschaft und Politologie als Journalist und Filmredakteur. 1991 kam er zu Pro Sieben, wo er 1995 die Leitung der Spielfilmredaktion übernahm. 1996 wurde Bartl Bereichsleiter Programmplanung und 1997 stellvertretender Programmdirektor des Senders. Im Oktober 2000 übernahm er die Programm-Geschäftsführung bei kabel eins.

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