Medienbericht
Autozulieferer Schaeffler sucht nach neuem Chef

Der Vertrag von Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger wird offenbar nicht verlängert. Über eine Nachfolge ist laut einem Medienbericht bisher noch nicht entschieden. Familienaktionärin Schaeffler wolle Klarheit.
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HamburgDer fränkische Autozulieferer und Conti Großaktionär Schaeffler sucht sich einem Magazinbericht zufolge einen neuen Chef. Der Vertrag des jetzigen Chefs Jürgen Geißinger, der Ende nächsten Jahres auslaufe, solle nicht verlängert werden, berichtete das „Manager Magazin online“ am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise.

Ein Schaeffler-Sprecher entgegnete, Vertragsverhandlungen seien momentan überhaupt kein Thema. Geißingers Vertrag laufe bis Ende 2014 und sei derzeit kein Gegenstand von Verhandlungen. Der Manager steht seit 15 Jahren an der Spitze von Schaeffler.

Im Umfeld des Schaeffler-Aufsichtsrats war unterdessen von einer „unausgegorenen Meldung“ die Rede. „Dass da darüber gesprochen worden ist, kann ich nicht bestätigen“, hieß es.

Dem Magazin zufolge ist über eine Nachfolge des 54-Jährigen noch nicht entschieden. Der Aufsichtsrat habe die Personalie zwar noch nicht abgesegnet, heiße es in Konzernkreisen. Aber insbesondere Familienaktionärin Maria-Elisabeth Schaeffler wolle jetzt Klarheit schaffen. Die Familie Schaeffler ist Alleineigentümer des Unternehmens.

Unter Geißingers Führung hatte Schaeffler vor einigen Jahren versucht, sich den größeren Zulieferer Conti einzuverleiben, hatte sich an den dabei aufgenommenen Schulden aber fast verhoben. Seither gilt Geißinger intern als angezählt. Schaeffler hält immer noch knapp 50 Prozent der Conti-Anteile.

Den Ausschlag gegen eine Vertragsverlängerung habe jetzt gegeben, dass Geißinger für Maria-Elisabeth Schaeffler „kein Mann der Zukunft“ schreibt das Magazin unter Bezug auf die Konzernkreise. Insbesondere mit seinem autoritären Stil sei Geißinger immer wieder angeeckt. Einige Vorstandskollegen bei Schaeffler seien genau so wenig mit ihrem Chef klar gekommen wie die Conti-Spitze um den Hannoveraner Konzernchef Elmar Degenhart, heißt es in dem Bericht weiter.

Nach schwierigen Zeiten sieht sich das Unternehmen seit geraumer Zeit wieder auf Kurs. Für das laufende Geschäftsjahr 2013 hatte der Autozulieferer Ende August seine Umsatzerwartungen nach einer Auftragsflaute im Industriegeschäft etwas zurückgeschraubt. Der fränkische Wälzlager-Hersteller rechnet jetzt nur noch mit einem zweiprozentigen Umsatzwachstum bis zum Jahresende nach ursprünglich erwarteten vier Prozent plus. Der Umsatz dürfte damit in diesem Jahr bei etwa 11,35 Milliarden Euro liegen. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern hält Schaeffler dagegen an seiner Prognose von rund 1,47 Milliarden Euro fest.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Autozulieferer Schaeffler sucht nach neuem Chef"

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  • Kann dem letzten Beitrag nur zustimmen. Kein Magazin oder Zeitung betreibt noch eine ordentliche Recherche, alles wird blind übernommen. Einer gibt etwas vor alle anderen plappern es nach....

  • Qualitätsjournalismus vom Feinsten. Eine Klatschzeitschrift bringt einen Artikel und alle anderen Magazin folgen. Weder die Firma Schäffler, noch eine der führenden Personen hat auch nur irgendeinen Verdacht bestätigt, dass Geissinger gehen muss. Wieso sollte er auch das Feld räumen müssen? Seine Strategie ist gut aufgegangen, das Unternehmen gut aufgestellt? Kein Grund dafür gekündigt zu werden, bzw. nicht verlängert zu werden!

  • Sehe ich auch so.

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