Medienbericht

Chef-Investmentbanker verlässt die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank verliert mit Armin von Falkenhayn ihren deutschen Chef-Investmentbanker. Das „Manager Magazin“ sieht einen Zusammenhang zwischen der Demission und einem jüngst vollzogenen Wechsel zur Deutschen Bank.
Update: 18.06.2014 - 17:59 Uhr Kommentieren
Armin von Falkenhayn, der seit 25 Jahren für die Deutsche Bank arbeitet, hatte vor knapp zwei Jahren zusammen mit Dirk Schmitz die Leitung des Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäfts in Deutschland übernommen. Quelle: dpa

Armin von Falkenhayn, der seit 25 Jahren für die Deutsche Bank arbeitet, hatte vor knapp zwei Jahren zusammen mit Dirk Schmitz die Leitung des Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäfts in Deutschland übernommen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutsche Bank verliert einen ihrer ranghöchsten Investmentbanker in Deutschland. Armin von Falkenhayn, Co-Chef des inländischen Beratungsgeschäfts bei Fusionen und Übernahmen, werde die Bank zum 1. Juli verlassen, sagte ein Deutsche-Bank-Sprecher am Mittwoch. Er bestätigte damit einen Bericht von „Manager Magazin online“. Von Falkenhayn habe sich entschieden, „neue Herausforderungen außerhalb der Bank zu verfolgen“. Wer seine Nachfolge antritt, ist noch nicht bekannt. Von Falkenhayn arbeitet seit 25 Jahren für die Deutsche Bank. Er hatte vor zwei Jahren zusammen mit Dirk Schmitz die Leitung des Firmenkunden- und Investmentbanking-Geschäfts in Deutschland übernommen, als Stephan Leithner in den Konzern-Vorstand aufrückte.

Das „Manager Magazin“ sieht einen Zusammenhang zwischen der Demission von Falkenhayns und dem Wechsel von Karl-Georg Altenburg zur Deutschen Bank im April. Für Altenburg, bis dahin Deutschland-Chef der US-Großbank JPMorgan, war eine neue Position geschaffen worden: Der 50-Jährige ist einer von zwei Chefs des gesamten Kapitalmarktgeschäfts für Europa, den Nahen Osten und Afrika und steht damit im Rang auch über den Deutschland-Chefs. Seine Aufgaben reichen von der Beratung bei Fusionen und Übernahmen über die Begleitung von Börsengängen bis zur Emission von Anleihen. Altenburg ist auch Präsident des Deutschen Tennis-Bundes, will dieses Amt aber im November wieder aufgeben.

Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen erlebt seit diesem Jahr vor allem in Europa einen deutlichen Aufschwung. Immer mehr Investmentbanken zentralisieren ihr Personal in diesem Bereich allerdings in London. Altenburg soll von London und Frankfurt aus arbeiten.

  • rtr
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