Mehrere Dutzend Aktionäre hatten geklagt
Hoechst-Kleinaktionäre erstreiten bessere Abfindung

Die verbliebenen Kleinaktionäre des einstigen Frankfurter Traditionsunternehmens Hoechst haben vor Gericht eine höhere Abfindung für ihren Ausschluss aus dem Unternehmen erzwungen.

HB FRANKFURT. Beim Landgericht Frankfurt anhängige Klagen gegen den Abfindungsbeschluss der Hauptversammlung vom Dezember seien "durch Prozessvergleich beendet" worden, teilte die Hoechst AG am Dienstag in Frankfurt mit.

Die Barabfindung für den Ausschluss der Minderheitsaktionäre ("Squeeze Out") wurde auf 63,80 je Aktie erhöht. Einige Aktionäre erhalten weitere 1,20 Euro pro Anteil zusätzlich. Bei der letzten Hauptversammlung der Hoechst-Geschichte am 21. Dezember 2004 hatten 99,88 Prozent der stimmberechtigten Anleger eine Abfindung von 56,50 Euro pro Aktie akzeptiert. Mehrere Dutzend Aktionäre hatten wenige Wochen später gegen diesen Beschluss Klage eingereicht.

Die Hoechst AG hatte seit dem Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc 1999 zum Pharmakonzern Aventis die Funktion einer Zwischenholding. Mitte 2004 wurde Aventis von Sanofi-Synthélabo übernommen. Sanofi-Aventis hatte die Zwangsabfindung der restlichen Hoechst-Aktionäre, die noch knapp zwei Prozent halten, am 23. August 2004 beschlossen.

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