Meinl Bank
Julius Meinl V. muss nicht vor Gericht

Ein Wiener Gericht weist die Klage gegen den Banker Julius Meinl V. zurück: Der Spross des Traditionsinstituts und weitere Angestellte sollen sich eine Sonderdividende genehmigt haben. Die Ermittlungen gehen aber weiter.
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WienDer Banker Julius Meinl V. hat einen wichtigen Sieg vor Gericht errungen. Das Oberlandesgericht Wien hat die Anklage gegen Meinl und andere Beschuldigte der Meinl Bank im Zusammenhang mit der Auszahlung eine Sonderdividende zurückgewiesen, wie ein Gerichtssprecher am Montag der Nachrichtenagentur Reuters sagte.

Dem Spross des durch den Verkauf von Kaffeebohnen berühmt gewordenen Meinl-Imperiums wurde Untreue im Zusammenhang mit der Auszahlung einer Dividende der Meinl Bank vorgeworfen.

Die Bank hatte für 2008 eine Sonderdividende von über 200 Millionen Euro an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Die Staatsanwaltschaft Wien sah dadurch die Eigenkapitalbasis der Bank zu stark geschmälert.

Meinl, der Aufsichtsratschef der Meinl Bank ist, hatte den Vorwurf stets bestritten und gegen die Klage Einspruch erhoben. Trotz des Rückschlags will die Staatsanwaltschaft Wien die Causa noch nicht zu den Akten legen.

„Es wird weiter ermittelt“, sagte eine Sprecherin.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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