Melinda Gates beim Kirchentag
Die Weltverbesserin

Melinda Gates glaubt fest daran, dass Geld die Welt zum Guten ändern kann. Auf dem Kirchentag verbreitet die mächtige Philanthropin Optimismus – und fordert, den Mächtigen beim G7-Gipfel eine neue Agenda zu diktieren.
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StuttgartAuch wenn Melinda Gates am Freitag in der Stuttgarter Liederhalle keiner vorgestellt hätte, wenn sie einfach aufs Podium gegangen wäre und losgeredet hätte – schon nach wenigen Sätzen wäre klar gewesen, woher sie kommt. Der unbändige Optimismus Amerikas prägte jedes Wort der 50-Jährigen. Die Unternehmerin und Philanthropin lebt die Überzeugung, dass jeder sein Ziel erreichen kann - auch wenn das Ziel die Rettung der Welt ist.

„Ein Ende der Armut ist in Sicht, es ist aufregend zu sehen, dass dies wirklich gerade möglich wird“, sagte Gates bei einer Podiumsdiskussion auf dem evangelischen Kirchentag in Stuttgart.

An der Rettung der Welt, daran arbeitet Melinda Gates seit 1999. In diesem Jahr gründete die gebürtige Texanerin mit ihrem Ehemann, dem Microsoft-Gründer Bill Gates, die „Bill & Melinda Gates Foundation“. Mit einem Vermögen von rund 43 Milliarden US-Dollar, das vor allem aus dem Privatvermögen des Ehepaars stammt, ist die Organisation an den Einlagen gemessen die mit Abstand größte Privatstiftung der Welt. Mittlerweile unterstützen Bill und Melinda Gates auf diese Weise Projekte in aller Welt jedes Jahr mit fast vier Milliarden US-Dollar.

Der Fokus der Stiftung liegt auf dem Aufbau von landwirtschaftlichen Entwicklungsprogrammen und der Verbesserung der Gesundheitsvorsorge. „Die wichtigste Sache, die wir in den vergangenen Jahren erreicht haben, war die Senkung der Kindersterblichkeit“, erzählt Gates im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Wir haben 500 Millionen Kinder geimpft – alles finanziert durch den Fonds, den wir zusammen mit unseren Partnern ins Leben gerufen haben. Wenn das kein Fortschritt ist.“

Es ist ein erster Sieg im Kampf für eine bessere, lebenswertere Welt, ein Kampf, der irgendwann von Erfolg gekrönt sein wird. Aber worauf gründet die Weltenverbesserin ihren Glauben, dass alles schließlich doch ein gutes Ende nimmt? „Bill und ich glauben an Erneuerung, an die Macht von Erfindungen, die das Leben der Menschen verändern – und verbessern Wir müssen die technologische Entwicklung zum Wohle aller nutzen", sagt Gates und rückt sich – wie zur Bestätigung – das Halstuch, das Erkennungszeichen der Kirchentagsbesucher, zurecht: „Damit wir klug werden“ ist auf dem roten Stoff in weißen Buchstaben zu lesen.

Kommentare zu " Melinda Gates beim Kirchentag: Die Weltverbesserin"

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  • Afrikanerin hat 5-6 Kinder. Der Erste erbt, die anderen müssen sehen wo sie bleiben. Bootsflüchtlinge nehmen zu.... Europa hat die dann am Hals. Geht daran zu Grunde.
    Was Absicht ist, besonders auf D bezogen, das eine hohe Dichte an politischen
    Idioten aufweist.

  • Leider hat Frau Gates und auch ihr Gemahl nix kapiert. In Afrika kommt auf eine Frau 5-6 Kinder. Werden die Selbstregulierungen ausgeschaltet, gibt es noch mehr Not und Elend. Die dortige Infrastruktur nimmt nicht in selben Ausmaß zu, damit alle Arbeitsplätze haben und einem menschengerechtes Leben führen können.Der Erste erbt, die anderen müssen sehen wo sie bleiben. Bootsflüchtlinge nehmen zu. Da Europa nicht endlos unqualifizierte Flüchtlinge aufnehmen kann, ohne selbst zu kollabieren, kommt es sehr bald an seine Grenzen. Frau Gates zahlt nämlich nicht für diese Massen, sondern der europäische Steuer- und Abgabenzahler wird dafür
    überstrapaziert. Die wenigen Qualifizierten würden in den Ländern dort dringend selbst gebraucht. Soziale Unverträglichkeiten hierzulande werden sich entladen.
    So schlägt das Wohlgemeinde in sein Gegenteil um, und es ist nicht das erste mal
    das es am Ende schlecht ausgeht.

  • Frei nach dem Spruch :Erst Reich werden, dann fromm tun.
    Ansonsten wie bei den Kirchen üblich, wir geben sehr ungern und wenn überhaupt nur wenn wir vorher mindestens das doppelte genommen haben.

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