Merz Pharma
Beharrlich und risikobereit

Wer nicht weiß, was sich hinter der Fassade zwischen Wohnhäusern aus der Gründerzeit, Geschäften und Lebensmittelmärkten verbirgt, könnte die Firma Friedrich Merz glatt übersehen. Dennoch zählt das Familienunternehmen in diesen Tagen zu den wenigen Glanzlichtern in der deutschen Pharmabranche.

FRANKFURT. Wie hat man sich eine erfolgreiche, innovative Pharmafirma vorzustellen? Hochglanz-Zentrale auf der grünen Wiese? Große Fabriken im Industriepark, Milliarden auf der Bank und Tausende von Wissenschaftlern in den Labors?

Wie wär?s stattdessen mit einem unscheinbaren Eckhaus im Frankfurter Nordend? Wer nicht weiß, was sich hinter der Fassade zwischen Wohnhäusern aus der Gründerzeit, Geschäften und Lebensmittelmärkten verbirgt, könnte die Firma Friedrich Merz glatt übersehen.

Auch die Geschäftsdaten machen auf den ersten flüchtigen Blick keinen allzu großen Eindruck, vor allem dann, wenn man sie mit den großen Namen der Pharmaindustrie vergleicht. Mit gut 400 Mill. Euro Umsatz und rund 1 800 Mitarbeitern ließe sich die Merz-Gruppe ohne weiteres unter den vielen mittelständischen Arzneifirmen einreihen, die sich mit Mühe durch das Dickicht des deutschen Gesundheitsmarktes kämpfen und von einer globalen Konkurrenz in immer engere Nischen abgedrängt werden.

Doch dieser Eindruck täuscht: Von Zukunftssorgen ist in der Zentrale an der Eckenheimer Landstraße keine Rede. Das Familienunternehmen Merz zählt in diesen Tagen zu den wenigen Glanzlichtern in der deutschen Pharmabranche. Das liegt vor allem daran, dass das Unternehmen dank hoher Risikobereitschaft und Beharrlichkeit in Forschung und Entwicklung Erfolg mit neuen Medikamenten hat.

Merz gehört zu den ganz wenigen deutschen Arzneiherstellern, die in den vergangenen Jahren einen neuen Pharmawirkstoff mit Blockbuster-Potenzial auf den Markt gebracht haben, also ein Mittel, das Aussicht auf Milliarden-Umsätze hat: den Wirkstoff Memantine. Es ist das erste und bisher einzige Mittel mit einer Zulassung für die moderaten bis schweren Stadien der Alzheimerschen Krankheit, eine Demenzerkrankung, an der weltweit mehr als 18 Millionen Menschen leiden. In diesem wichtigen Therapiegebiet hat das Familienunternehmen die Nase vorn gegenüber Konzernen wie dem Branchenführer Pfizer.

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