Mezzanine werden beliebter
Ansätze zur Finanzierung einer Unternehmensnachfolge

Bei Firmenübergaben ist jeder zweite Nachfolger mit dem Finanzierungsbedarf überfordert - Förderbanken helfen:

DÜSSELDORF Ein bislang wenig beachtetes Problem rückt in den Fokus deutscher Mittelständler: Mehr und mehr Unternehmer suchen einen Nachfolger. Schätzungen zufolge stehen in Deutschland allein bis 2010 rund 400 000 Generationswechsel an. Davon hängen rund fünf Mill. Arbeitsplätze und ein Gesamtvermögen von etwa einer Bill. Euro ab. Um die Existenz vieler mittelständischer Unternehmen nicht zu gefährden, sollten die Firmeninhaber den Generationswechsel rechtzeitig und gründlich vorbereiten und dessen Chancen nutzen.

Die Unternehmensnachfolge birgt zwar viele Risiken - angefangen von Eignungsdefiziten des Nachfolgers über Fluktuation von Leistungsträgern bis hin zur Abwanderung von Kunden oder dem Kapitalentzug durch Gläubiger. Den Risiken steht aber eine Reihe von Chancen gegenüber. So bringt der Nachfolger vielfach frische Führungsideen mit und hilft dem Unternehmen, Barrieren zu überwinden. Im Extremfall kann die Nachfolge zu einer verdeckten Sanierung des Unternehmens werden. Chancen ergeben sich auch dann, wenn sich das Unternehmen mit dem Generationswechsel für innovative Entwicklungen öffnet. Eine neue Unternehmenspolitik, eine Umorganisation sowie neue Produkte, Absatzwege oder Kunden können ihm den Weg in eine neue Zukunft zeigen.

Neben der Personenfrage stellt die Finanzierung häufig ein Kernproblem dar. Jeder zweite Nachfolger ist mit dem anstehenden Finanzierungsbedarf überfordert. Denn mit der Unternehmensübergabe ist meist ein hoher Kapitalbedarf verbunden. Er setzt sich aus Kaufpreis, Modernisierungskosten, Transaktionskosten und Steuern zusammen und kann schnell die eigenen Mittel übersteigen.

Bei Handels- oder Dienstleistungsunternehmen bestimmt sich der Kaufpreis vielfach durch immaterielle Vermögensgegenstände wie einer Kundenkartei. Im produzierenden Gewerbe muss im Wesentlichen für das materielle Vermögen wie Maschinen gezahlt werden. Zudem spielen hier Modernisierungskosten häufig eine Rolle, da es in den Jahren vor der Übergabe oft zu einem Investitionsstau kommt: Der Senior sieht in dieser Zeit keinen Investitionsbedarf mehr und unterlässt notwendige Investitionen, die vom Nachfolger nachgeholt werden müssen. Hinzu kommen Transaktionskosten für die Nachfolgersuche und für Beratungen rund um die Unternehmensübernahme. Schließlich können Unternehmensübertragungen zum Teil hohe Steuerzahlungen auslösen, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen.

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