Michael Börnicke
Der Fernsehmann trägt Escada

Jahrelang hat sich Michael Börnicke bei Premiere als zweiter Mann hinter Georg Kofler aufgerieben. Dann war er endlich Chef, und wurde wenige Monate später schon wieder abgelöst. Nun wechselt Börnicke radikal die Branche und geht zum kriselnden Modekonzern Escada.

MÜNCHEN/KÖLN. Modisch aufgefallen ist Michael Börnicke bislang noch nicht. Der frühere Chef des Krisensenders Premiere schätzt eher unauffällige graue oder blaue Anzüge. Nun wechselt der 48-Jährige zur Münchener Nobelmodefirma Escada – als Finanzvorstand.

Für Börnicke ist das eine Rolle rückwärts. Denn bei Premiere musste er als Finanzvorstand viele Jahre auf den Chefsessel warten. Erst der Abgang des schillernden Vorstandschefs Georg Kofler machte ihn im August 2007 zum Vorstandschef. Bei dem angeschlagenen Abo-Fernsehkonzern scheiterte der leidenschaftliche Sportler als Chef. „Der Vorstandsvorsitz war nicht seine Rolle“, sagt einer aus dem Umfeld, „er ist eher einer für die zweite Reihe.“ Der Einstieg des Medientycoons Rupert Murdoch führte nach kaum mehr als einem Jahr zu seinem Abgang. Die neue Führung teilte kurz danach mit, dass die Abonnentenzahlen über Jahre überhöht dargestellt worden seien.

In seiner Zeit bei Premiere hat Börnicke Wichtiges gelernt: umbauen, sparen und sanieren. Diese Fähigkeiten kann er nun bei Escada einsetzen. Dort soll er mitten in der Wirtschaftskrise den Luxusmode-Produzenten in bessere Zeiten führen. Das 1976 von Margaretha und Wolfgang Ley gegründete Unternehmen schreibt hohe Verluste.

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