Michael Michalsky
Cool, lässig, angesagt

Design-Star Michael Michalsky soll Tchibo zu einem exklusiveren Image, zu ein wenig mehr Glamour verhelfen. In den kommenden Tagen kommt die Kollektion unter dem LabelMitch & Co in die Läden des Kaffeerösters. Nach sinkenden Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr knüpft Tchibo hohe Erwartungen an die neue Kollektion.

BERLIN. Noch die Pressekonferenz im Hamburger Hafenspeicher, dann verabschiedet sich der Modemacher in den Urlaub. Wenn Tchibo am kommenden Mittwoch die Kollektion von Michael Michalsky in seine 1 000 Filialen bringt, entspannt sich der 40-jährige Ex-Adidas-Designchef am Strand von Ibiza. Nicht, weil er, wie er beteuert, vor der Aufregung flüchtet. Der Urlaub sei nur zur Entspannung nach der vielen Arbeit. Wie das Echo auf seine Kollektion ausfallen wird, daran lässt der Designer keinen Zweifel aufkommen: „Ich bin mir sicher, dass die Resonanz positiv sein wird.“

Nicht eben wenige Modeexperten sind der Ansicht, dass Michalsky nach der Generation von Lagerfeld und Joop zu den wichtigsten deutschen Modedesignern gehört. Doch rein äußerlich hat er mit den Genannten wenig gemein. Dass der 1,95-Meter-Hüne, sich eine Zeit lang in London als Türsteher eines angesagten Clubs über Wasser gehalten hat, mag man ihm leicht abnehmen.

30 Bekleidungsstücke bringt der Hamburger Kaffeeröster unter dem Label Mitch & Co. – Mi für Michalsky, tch für Tchibo – kommende Woche in seine Läden: Jogginghosen, Kapuzenpullis, T-Shirts für 9 bis 39 Euro. „Moderne Basics“, nennt Michalsky die Linie, „lauter Anziehteile, die man haben sollte“.

An die neue Kollektion knüpft Tchibo hohe Erwartungen, denn nach einem Jahrzehnt voller glänzender Zahlen verlor der Umsatz mit Kaffee und Gebrauchsgütern im vergangenen Geschäftsjahr rund zwei Prozent. Noch deutlicher sank der Gewinnbeitrag der Sparte. Nachahmer bei den Discountern hatten Tchibo das Geschäft verhagelt.

Zu besseren Ergebnissen soll nun die Konzentration auf Bekleidung statt auf Haushaltsartikel verhelfen. Schon heute gehört Tchibo mit gut einer Mrd. Euro Textilumsatz zu den zehn größten Bekleidungseinzelhändlern in Deutschland, wie das Fachblatt „Textilwirtschaft“ meldet. Erste Filialen des Kaffeerösters sind bereits mit Umkleidekabinen ausgestattet.

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