Michael Wiedmann
Mittelstandsbank IKB überrascht mit Chefwechsel

IKB-Chef Hans Jörg Schüttler scheidet überraschend aus. Nachfolger wird Michael Wiedmann, seit 2009 verantwortlich etwa für Vertrieb und Kredit- und Beratungsprodukte. Der Krisenbank geht es mittlerweile wieder besser.
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FrankfurtDie in der Finanzkrise vom Staat gerettete Mittelstandsbank IKB bekommt einen neuen Chef. Der Aufsichtsrat habe Michael Wiedmann mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, teilte das Düsseldorfer Institut am Montag überraschend mit. Wiedmanns Vorgänger Hans Jörg Schüttler scheide „auf persönlichen Wunsch und in gutem Einvernehmen mit Aufsichtsrat und Vorstand aus der IKB aus“.

Der 59-Jährige stand seit November 2008 an der Spitze der Bank. Die IKB war 2007 als erste deutsche Bank in den Strudel der Finanzkrise geraten, weil sie sich mit US-Hypothekenpapieren verzockt hatte. Sie erhielt staatliche Garantien von zwölf Milliarden Euro, die ihr das Überleben sicherten.

Anschließend wurde die Bank an den Finanzinvestor Lone Star verkauft, der Risiken abbaute und das Institut wieder ganz auf den Mittelstand ausrichtete. Er lotet Finanzkreisen zufolge seit längerem seinen Ausstieg aus – bislang allerdings erfolglos. Die IKB schreibt mittlerweile wieder schwarze Zahlen und hat 2014 den Gesundheitscheck der europäischen Aufsichtsbehörden bestanden.

„Hans Jörg Schüttler hat die IKB in den vergangenen sechs Jahren in einem sehr herausfordernden Umfeld restrukturiert“, sagte IKB-Aufsichtsratchef Bruno Scherrer. Nun solle sein bisheriger Vorstandskollege Wiedmann die Bank weiterentwickeln.

Der 49-jährige ist bei der IKB seit März 2009 verantwortlich für den Vertrieb, Kredit- und Beratungsprodukte, Industriegruppen und die Abteilung Volkswirtschaft. Durch seinen Aufstieg sinkt die Zahl der IKB-Vorstände von vier auf drei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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