Microsoft-Gründer
Bill Gates als Spenden-Berater für Superreiche

Microsoft-Gründer Bill Gates will sich mit Angela Merkel und Entwicklungsminister Dirk Niebel treffen. Er könnte sich aber auch vorstellen, den deutschen Superreichen in Sachen Spenden Tipps zu geben.
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Frankfurt Microsoft-Gründer und Wohltäter Bill Gates (55) will auch für deutsche Superreiche ein Vorbild sein. Er könne sich sehr gut einen „Gedankenaustausch mit vermögenden Deutschen vorstellen, die sich zu Diskussionen über wohltätigen Einsatz zusammentun und dabei auch an meinen Erfahrungen interessiert sind“, sagte Gates der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag).

In der kommenden Woche will sich der amerikanische Groß-Spender mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) treffen. Er bedauerte, dass die deutsche Regierung jüngst die Zahlungen an den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria nach einer Korruptionsaffäre gestoppt hat. Er hoffe, dass Deutschland seine Zahlungen so schnell wie möglich wieder aufnimmt: „Am Ende sprechen die Fakten nämlich für den Fonds, und die Wirksamkeit seiner Arbeit ist unbestritten. Der Korruptionsfall hat eine kleine Dimension und wurde von der Organisation selbst aufgedeckt.“

Noch Defizite in der deutschen Entwicklungspolitik sieht Gates im Engagement für Impfprogramme. Deshalb hatte er die Bundesregierung jüngst dazu angeregt, den deutschen Beitrag für die Global Alliance for Vaccination and Immunisation (GAVI) auf 20 Millionen Dollar (14,2 Mio Euro) zu erhöhen. Dann werde sich seine Stiftung mit dem gleichen Betrag beteiligen. Gates führt zusammen mit seiner Frau die Bill und Melinda Gates Foundation, die größte Privatstiftung der Welt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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