Mieten stiegen im Schnitt um ein Prozent jährlich
Vermieter wehren sich gegen Willkür-Kritik

In Deutschland gibt es nach Auffassung des Bundesverbands freier Immobilen- und Wohnungsunternehmen (BFW) keine willkürlichen Mieterhöhungen.

ap BERLIN. Vorsitzender Walter Rasch erklärte am Montag in Berlin, die Mieten seien in den vergangenen sieben Jahren bundesweit im Schnitt lediglich um ein Prozent jährlich gestiegen. Der Verband reagierte damit auf Kritik des Deutschen Mieterbunds. Danach zahlen alle Mieter zusammen im Jahr 250 Mill. Euro zu viel, weil sie ungeprüft Erhöhungsforderungen erfüllen.

Rasch warf den Mieterverbänden vor, "mit spektakulären Aussagen Angst unter der deutschen Mieterschaft zu schüren". Mit den örtlichen Mietspiegeln stehe ein Instrument für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete zur Verfügung, das Transparenz für Mieter und Vermieter schaffe. Der Bundesgerichtshof hatte Mitte Dezember entscheiden, dass Vermieter bei Erhöhungen auf den Mietspiegel verweisen können, ohne zusätzlich die dort enthaltenen Preisspannen anzugeben. Zahlreiche Gerichte erklärten bisher Mieterhöhungen für unwirksam, weil Detailangaben fehlten.

"Wichtiger als Mieterhöhungen ist den Eigentümern oft die Mieterbindung, soziale Stabilität im Bestand und die Vermeidung von Leerstand", erklärte Rasch. Zudem profitiere von Sanierungsmaßnahmen auch der Bewohner der Wohnung in besonders hohem Maße. Energiekosten könnten beispielsweise durch energetische Modernisierungen erheblich gesenkt werden.

Dem BFW als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören rund 1 600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Sie verwalten derzeit einen Bestand von rund 3,2 Mill. Wohnungen.

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