Mietrecht
Mieter müssen für falschen Rat geradestehen

Wenn Mieter auf einen falschen Rat des Mieterschutzvereins hin ins Unrecht geraten, tragen sie die Folgen.

Ein Paar zahlte auf Anraten des Mieterschutzvereins keine Nebenkosten, weil der Vermieter keine Belege vorlegte. Nach zehn Monaten wurden die beiden wegen Mietrückstands gekündigt, aber sie zogen nicht aus. Gerichtlich sei noch nicht geklärt, ob sie die Nebenkosten zahlen müssten. Das interessierte den Vermieter nicht, er beantragte die Zwangsräumung.

Bevor es dazu kam, entschied das Amtsgericht: Der Rat der Mieterschützer war falsch. Die Mieter beugten sich und zahlten nach, doch der Vermieter bestand auf der Räumung. Zu Recht, sagte der Bundesgerichtshof (VIII R 102/06). Die Räumungsklage sei okay, die Mieter müssten für den falschen Rat geradestehen.

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