Milliardärin
Klatten neue Aufsichtsratschefin von SGL

Sie gilt als reichste Frau Deutschlands: Susanne Klatten ist neue Chefaufseherin beim Grafitspezialisten SGL. Die Quandt-Erbin übernimmt den Posten in schweren Zeiten: Das Unternehmen ist in die roten Zahlen gerutscht.
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WiesbadenDie BMW-Großaktionärin Susanne Klatten ist neue Aufsichtsratsvorsitzende des Kohlenstoffspezialisten SGL Carbon. Wie das Unternehmen am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, wurde Klatten wie vorgeschlagen vom neuen Aufsichtsrat als Nachfolgerin von Max Dietrich Kley gewählt, dessen reguläre Amtszeit zur diesjährigen Hauptversammlung endete.

Klatten (51) gilt als reichste Frau Deutschlands. Sie sitzt seit 2009 im SGL-Aufsichtsrat und hält über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion knapp 28 Prozent der SGL-Aktien.

Das Unternehmen liefert Graphitelektroden für das Stahlkochen wie leichte Verbundwerkstoffe für die Auto- und Flugzeugindustrie. Deshalb engagieren sich BMW und der Konkurrent Volkswagen bei SGL.

Wegen konjunktureller Unsicherheiten war die SGL Group im ersten Quartal dieses Jahres aber in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust lag unter dem Strich bei 9,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in der vergangenen Woche mitteilte. Im Vorjahreszeitraum stand dort noch ein Gewinn nach Steuern von 13,8 Millionen Euro.

Die im MDAX notierte SGL Group hatte zuvor ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr gekappt. Für das schwache Quartal machte Vorstandschef Robert Koehler das zyklische Tief bei Graphitspezialitäten und die verzögerte Erholung beim Geschäft mit den Carbonfasern verantwortlich.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Frau Klatten muss die SGL auf Kurs bringen, damit mittelfristig für BMW das Leicht-Auto möglich bleibt. Es hilft Frau Klatten nichts, wenn irgendwelche ausländischen Geldheinis die SGL aufkaufen, weil die nur noch Minus machen und dann händeringend Geld suchen (müssen).

    Also lieber gleich Nägel mit Köpfen machen. Mich wundert es nämlich auch, warum SGL so wenig neue innovative Produkte am Markt hat. Ruht man sich da etwa schon auf den früheren Lorbeeren aus und lamentiert nur noch über den ach so undankbaren Markt?

  • @coicidentia_oppositorum
    Das ist doch wohl ziemlich weit hergeholt, was sie schreiben. Man hat eine Strategie und zieht diese Strategie durch. Klatten ist kein Investor wie Buffet.
    Entweder ihre Stategie hat Erfolg oder nicht. Klatten handelt nicht nach der Devise "Verluste begrenzen" sondern sie hat mit ihrer Unternehmenspolik, nicht Investitionspolitik, was ein Unterschied ist, ein bestimmtes Ziel, in diesem Fall der Carbon-Technik zum Durchbruch zu verhelfen.
    Ob es funktioniert ist allerdings ungewiss.
    Das nennt man unternehmerisches Risiko.

  • @coicidentia oppositorum
    Ihre "fuzzy-Logik",das heißt eine Logik, die im Vorfeld von unternehmerischen Entscheidungen
    mögliche Fehler einer Strategie berücksichtigt, mag zwar in der Theorie von einiger Relevanz sein , in einer praktischen Unternehmenspolitik allerdings eher eine untergeordnete Rolle spielen.
    Vor allem politische Faktoren, auf die Sie wohl mit der "goldenen Morgenröte" anspielen, was gesamtpolitische Entwicklungen in Europa angeht, können wohl kaum angemessen in langfristige Untwernehmensentscheidungen einfließen.
    Risiken dieser Art hat jeder Unternehmer, der diesen Namen verdient, einzugehen.

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