Millionen-Prämie
Mega-Abfindung für Ex-Ketchup-Boss

US-Investor Warren Buffett hat sich gemeinsam mit einem Privatinvestor auf den Lebensmittelkonzern Heinz gestürzt. Für den bisherigen Chef ein lukratives Geschäft. Er soll eine hohe Millionenabfindung bekommen.
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New YorkDer „Goldene Handschlag“ wartet: Der Chef von Heinz-Ketchup, William Johnson, würde bei einer Auflösung seines Vertrags angesichts der Übernahme der Firma durch Warren Buffetts Berkshire und 3G Capital eine Abfindung von 56 Millionen Dollar erhalten. Die Summe würde die Verdienste von Johnson in den 15 Jahren als Vorstandschef von Heinz würdigen, sagte ein Sprecher des weltgrößten Ketchup-Hersteller in der Nacht zu Dienstag. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway und die Beteiligungsfirma 3G wollen den mehr als 140 Jahre alten US-Konzern für 28 Milliarden Dollar übernehmen.

Gemeinsam mit den bereits in seinem Besitz befindlichen Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar und der verzögert ausgezahlten Vergütungsbestandteile in Höhe von 57 Millionen Dollar summiert sich das Abschiedspaket auf über 200 Millionen Dollar.

Johnson trat im Jahr 1998 sein Amt an und machte in der Zeit 40 Akquisitionen, was der Expansion in Wachstumsmärkten half. Auch im vergangenen Jahr steigerte er den Umsatz des Lebensmittelkonzerns um 8,8 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar.

Zuletzt hatte ein Abfindungspaket für den geschiedenen Verwaltungsratschef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis für Aufsehen gesorgt. Daniel Vasella hatte bei seinem Abgang 58 Millionen Euro erhalten sollen. Dafür hätte er für sechs Jahre auf das Recht verzichten sollen, bei einem Konkurrenten anzuheuern. Unter öffentlichem Druck schlug Vasella das Paket schließlich aus. Dennoch befeuerte die Abfindung die Debatte um die Höhe von Managergehältern.

In einer Volksabstimmung votierten die Schweizer dann am Wochenende mit überwältigender Mehrheit dafür, dass künftig unter anderem Abfindungs- und Begrüßungsgelder verboten werden sollen.

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Kommentare zu " Millionen-Prämie: Mega-Abfindung für Ex-Ketchup-Boss"

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  • William Johnson soll eine Abfindung von 56 Millionen Dollar erhalten. Die Summe würde die Verdienste von Johnson in den 15 Jahren als Vorstandschef von Heinz würdigen.
    Wieso denn? Hat er 15 Jahre lang keinen Gehalt erhalten?
    Was ist mit den Mitarbeitern? Hat der Johnson den ganzen Ketchup alleine abgefüllt?

  • Und? Soll das jetzt wieder die Neid-Debatte beflügeln?

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