Millionenskandal
Prozess um Leipzig West geplatzt

Der Prozess um den Millionenskandal bei der insolventen Wohnungsgesellschaft Leipzig West AG ist geplatzt. Das Landgericht Leipzig setzte das Verfahren am gestrigen Montag knapp sieben Monate nach Beginn aus, weil die Staatsanwaltschaft neue Akten vorgelegt hatte. Nach Auffassung des Gerichts verstößt dies gegen die Prinzipien eines rechtsstaatlichen Verfahrens

dpa LEIPZIG. Die Wirtschaftsstrafkammer hob den Haftbefehl gegen den Mehrheitseigner auf. Nach fast 17 Monaten Untersuchungshaft kam der 44 Jahre alte Kaufmann aus Nürnberg auf freien Fuß.

Seit Mai dieses Jahres musste er sich gemeinsam mit einem Firmen-Vorstand (51) wegen Betruges und Insolvenzverschleppung vor Gericht verantworten. Die Anklage beschränkte sich zunächst auf Vorgänge aus dem Jahr 2006. Demnach soll das Duo 4 858 Anleger um rund 26,6 Mill. Euro geprellt haben. Der Fall gilt als einer der größten Finanzskandale in den neuen Bundesländern. Wann der Prozess neu starten kann, ist laut Gericht völlig offen. Vorab soll ein Gutachten zur Gesamtsituation der Leipzig West eingeholt werden.

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