Mindestens 20 Verhandlungstage
Ackermann könnte ab 19. Juli wieder vor Gericht stehen

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann könnte in einer Neuauflage des Mannesmann-Prozesses schon im Juli wieder vor Gericht stehen. Das Landgericht Düsseldorf strebt nach Auskunft einer Gerichtssprecherin den 19. Juli als ersten Verhandlungstag an.

HB DÜSSELDORF. Der Vorsitzende Richter Stefan Drees, Leiter der 10. großen Wirtschaftsstrafkammer, habe den Anwälten der Beschuldigten diesen Tag als möglichen Termin für den Auftakt des Prozesses gegen Ackermann und fünf weitere Angeklagte genannt, sagte die Sprecherin am Donnerstag. "Die Kammer könnte bereits am 19. Juli loslegen. Das ist bisher aber nur ein Terminvorschlag", hob sie hervor. Der erste Verhandlungstag könne durchaus auch erst im Herbst anberaumt werden. Die Anwälte hätten nun Gelegenheit, zu diesem Terminvorschlag Stellung zu nehmen. Das vom Bundesgerichtshof (BGH) an das Landgericht Düsseldorf zurückverwiesene Verfahren sei auf mindestens 20 Verhandlungstage angelegt.

Die Deutsche Bank wollte nicht dazu Stellung nehmen. Die Anwälte Ackermanns waren entweder nicht zu erreichen oder wollten die Informationen nicht kommentieren.

Im Zentrum des Verfahrens stehen 57 Millionen Euro Prämien und Abfindungen, die bei der Übernahme von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkriesen Vodafone 2000 geflossen waren.

Den Angeklagten, zum Teil damals Mitglieder des Mannesmann-Aufsichtsrats, wird Untreue oder Beihilfe dazu vorgeworfen. In erster Instanz waren sie vom Landgericht Düsseldorf freigesprochen worden. Der BGH hatte im Dezember aber diese Entscheidung kassiert und das Verfahren zurückverwiesen.

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