Mit dem Prospekt fängt alles an
Abzocke von Anlegern nimmt zu

Die Situation könnte für Abzocker derzeit nicht besser sein: Eine angespannte Börse, enttäuschte Anleger, die statt Gewinnen oft Verluste einfahren, unbeliebte Reformen, steigende Lebenshaltungskosten.

HB KARLSRUHE. Anstatt vorsichtiger zu agieren, lassen sich viele Anleger in der Hoffnung auf üppige Rendite erst recht in die Falle locken. "Gerade weil die Aktien schlecht gehen, sehen unseriöse Anbieter goldenen Zeiten entgegen", weiß Rechtsanwalt Klaus Nieding, dessen Kanzlei Nieding und Barth seit Jahren geprellte Anleger vertritt. Sie verzeichnet seit etwa einem Jahr einen Anstieg an unseriösen Angeboten auf dem Markt. Tendenz steigend.

Wer sich für Anlagen interessiert, sollte daher jedes Angebot genau prüfen - und das fängt beim Prospekt an. Hier muss die Unternehmung genau beschrieben werden. Da der Bundesgerichtshof (BGH) seit vielen Jahren eine Lanze für die Anleger bricht, sind die Anforderungen sehr hoch. Und während seriöse Gesellschaften trotz genauer Prüfung manchmal daneben liegen, verschleiern Abzocker wichtige Daten bewusst.

Der Prospekt muss vollständig sowie richtig über Chancen und Risiken des Projekts informieren. Der durchschnittliche Anleger soll sich ein umfassendes Bild machen können, woran er sich beteiligt. Und dazu muss er viel wissen, wie folgende beispielhafte Aufzählung zeigt: So muss er über alle Risikofaktoren transparent informiert werden. Dazu gehören der beherrschende Einfluss eines Aktionärs, Kapitalrückflüsse, Haftungsübernahmen, Provisionen.

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