Mobilfunk
Der Preisschreck der Branche

E-Plus-Chef Thorsten Dirks will billiger sein als die Konkurrenz. Mit der neuen Allnet-Flat könnte ihm das gelingen. Auch, wenn E-Plus mit Technik und Netzausbau hinterhinkt.
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HamburgEr gilt als Preisschreck der Branche – und man sieht ihm an, dass ihm die Rolle mächtig Spaß macht. Gut gelaunt verkündete Thorsten Dirks, Chef des drittgrößten Mobilfunkbetreibers E-Plus, gestern in Hamburg die nächste Attacke auf die Konkurrenz: eine Allnet-Flat, die das mobile Surfen im Internet und Telefonate in alle Netze für pauschal 19,90 Euro im Monat erlaubt.

Es ist nicht die erste Preisoffensive, die Dirks seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren gestartet hat: Die E-Plus-Tochter Simyo ließ die Tarife bei Prepaid erodieren, und der Ableger Base legte die erste Flatrate vor. Der Konkurrenz, den großen Netzbetreibern Deutsche Telekom und Vodafone, gefällt das überhaupt nicht – müssen sie schließlich kräftig in den Ausbau der Glasfaser- und Mobilfunknetze investieren. Den 48-jährigen Dirks lässt das kalt: Innovationsführer wollte er nie sein, auch beim Netzausbau und der Technik hinkt E-Plus gern mal den Wettbewerbern hinterher. Der Diplomingenieur wählt bewusst einen anderen Weg. Er war es, der E-Plus eine Discountstrategie verordnete und damit erfolgreich ist. Die deutsche Tochter des niederländischen Telekomkonzerns KPN, der E-Plus 2000 erworben hatte, zählt zu den profitabelsten Mobilfunkbetreibern in Deutschland.

Dirks kann aber nicht nur lustig, er ist auch als effizienter Kostendrücker bekannt. So hat er in den Ausbau des eigenen Netzes deutlich weniger investiert als seine Rivalen. Das führt allerdings dazu, dass Nutzer jenseits der großen Städte immer wieder Empfangsprobleme beklagen. Die Mutter KPN aber ist zufrieden mit Dirks: Seit 2011 leitet er auch das internationale Geschäft von KPN.


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