Mobilfunkbranche
Chef von Telekom Austria wechselt nach Russland

Der bisherige Chef der österreichischen Telekom Austria, Boris Nemsic, übernimmt die Führung beim zweitgrößten russischen Mobilfunk-Anbieter VimpelCom. Der gebürtige Bosnier Nemsic trete den neuen Job am 1. April an,

HB WIEN/MOSKAU. VimpelCom hat in Russland und den benachbarten Länder rund 60 Mio. Kunden und kontrolliert mit der Marke BeeLine etwa 30 Prozent des russischen Mobilfunk-Marktes.

VimpelCom sorgt seit Jahren wegen eines Dauerstreits zwischen den größten Anteilseignern, dem norwegischen Telekomkonzern Telenor und der russischen Alfa-Gruppe des Oligarchen Michail Fridman, für Schlagzeilen. Nach dem Streit um den Erwerb eines ukrainischen Mobilfunkers war Telenor im Vorjahr von einem russischen Gericht zu einer hohen Schadensersatzzahlung verurteilt worden. Moskauer Analysten zufolge muss Telenor bis Mitte März eine Summe von 1,7 Mrd. Dollar (1,34 Mrd Euro) zahlen. Die Norweger beschuldigten die Alfa-Gruppe, hinter der Klage zu stehen, was diese aber bestritt.

Vor einigen Jahren stand VimpelCom zudem im Visier russischer Strafermittler wegen angeblicher Steuerhinterziehung und Verstößen gegen Lizenzvorgaben. Hinter den Angriffen wurde von einigen Beobachtern der damalige Kommunikationsminister Leonid Rejman vermutet, dem geschäftliche Verbindungen zu einem VimpelCom - Konkurrenten nachgesagt wurden.

Der 51-Jährige Nemsic war 1997 zu Telekom Austria (TA) gekommen. Anfang 2000 übernahm er die Leitung des Mobilfunk-Anbieters Mobilkom Austria, 2008 wurde er zum TA-Konzernchef berufen.

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