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Escada-Aufsichtsrat bestimmt Kandidaten

Nach längerem Tauziehen hat der Escada-Aufsichtsrat die Kandidaten für die Neuwahl des Kontrollgremiums bestimmt. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung seien die erforderlichen sechs Kandidaten mehrheitlich nominiert worden, teilte die Escada AG in München mit.

dpa MüNCHEN. Nach längerem Tauziehen hat der Escada-Aufsichtsrat die Kandidaten für die Neuwahl des Kontrollgremiums bestimmt. Auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung seien die erforderlichen sechs Kandidaten mehrheitlich nominiert worden, teilte die Escada AG in München mit.

Als Termin für die Hauptversammlung bestimmte das Kontrollgremium den 14. Mai. Das Aktionärstreffen war ursprünglich für den 3. April angesetzt worden, musste aber verschoben werden, weil nicht rechtzeitig ein Aufsichtsratsbeschluss zur Kandidatenliste der Kapitalseite vorlag.

Wer genau auf der Liste steht, war zunächst nicht zu erfahren. Zu den Verzögerungen war es gekommen, weil zwei der ursprünglich vorgesehenen Kandidaten nach Unternehmensangaben „aus persönlichen Gründen“ abgesprungen waren. Bereits seit einigen Tagen gibt es zudem Spekulationen um einen Machtkampf bei dem Unternehmen. Der russische Großaktionär Rustam Aksenenko, der rund 25 Prozent der Anteile an Escada hält, will Medienberichten zufolge mit Hilfe weiterer Anteilseigner Escada-Chef Frank Rheinboldt ablösen. Dafür soll er sich nach mehreren Treffen auch die Unterstützung von Escada-Gründer Wolfgang Ley gesichert haben, hatte das Nachrichtenmagazin „Focus“ berichtet.

Im Aufsichtsrat war Aksenenko schon bisher selbst vertreten, auch sein Vertrauter Jean-Marc Loubier, der im vergangenen Jahr per Gerichtsbeschluss in das Gremium eingezogen war und Aksenenkos Anwalt dort ersetzt hatte, dürfte wieder zum Kandidaten für das Gremium nominiert worden sein. Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Aksenenko reicht das Reformtempo bei Escada nicht aus. Der Großaktionär vertrete seine Meinung im Aufsichtsrat, dass das Unternehmen schneller wachsen müsse, hatte Rheinboldt vor wenigen Tagen bei der Bilanz für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2006/07 (31. Oktober) erklärt. Der Umsatz des Unternehmens war zum Start ins Jahr um mehr als drei Prozent auf 161,2 Mill. Euro zurückgegangen. Den Gewinn konnte der Konzern im ersten Quartal durch Kosteneinsparungen um 11,3 Prozent auf 6,9 Mill. Euro steigern.

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