Modeschmuck
Bijou Brigitte: Liebe auf den zweiten Blick

Sein Vater hat das Hamburger Unternehmen Bijou Brigitte zu einem großen Modeschmuck-Filialisten geformt. Jetzt übernimmt Roland Werner die Macht. Wie sich der Junior gegen die beginnende Rezession und eine wachsende Konkurrenz durchsetzen will.

HAMBURG. Der Zeitpunkt für einen Wechsel könnte kaum ungünstiger sein. Ausgerechnet jetzt, vor der beginnenden Rezession, übernimmt Roland Werner die Verantwortung. Der 39-Jährige löst am 1. Januar seinen Vater Friedrich-Wilhelm Werner als Vorstandschef von Bijou Brigitte ab. Der Senior gründete das Hamburger Unternehmen und machte es zum großen, internationalen Modeschmuckfilialisten.

Und wie will der Nachfolger die Krise meistern? "Produkte, wie wir sie anbieten, kann man sich in der Rezession am ehesten noch leisten", sagt Roland Werner. Ein Schmuckstück von Bijou Brigitte kostet durchschnittlich nur fünf bis zehn Euro. Außerdem habe "Bijou", wie er es nennt, ein dickes Polster. Es finanziert sämtliche Investitionen aus dem Cash-Flow. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 80 Prozent.

Und so hat der neue Chef auch seine gute Laune behalten. Er lächelt häufig, ab und zu lacht er laut auf. "Einen Kandidaten der neuen Managergeneration", nennt Aufsichtsratschef Karl-Joachim Dreyer ihn, "mit Biss, Begeisterung und einer exzellenten Ausbildung."

Roland Werner steht im Kontrast zu seinen Produkten: Die Linien in seinem Nadelstreifenanzug sind so unauffällig, dass sie den Namen kaum verdienen, das Logo seiner Rolex-Uhr versucht er tunlichst, mit seinem Hemdsärmel zu bedecken. Die Ware dagegen, die er verkauft, will mehr darstellen, als sie ist: Eine billige Glaskugel wird zur Perle, eine Kette aus Blech zum Silberimitat.

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