Monatelanger Streit beigelegt
Kluge wird Hauptgeschäftsführer des Energieverbands

Die deutsche Energiebranche hat ihren monatelangen Streit um die Einbindung des ehemaligen Deutschlandchefs von McKinsey, Jürgen Kluge, mit einem Kompromiss beigelegt. Die Großkonzerne setzten zwar Kluge als politisches Sprachrohr des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) durch. Er wird aber nicht wie von Eon, RWE und EnBW gewünscht hauptamtlicher Präsident.

DÜSSELDORF. Stattdessen soll er nur "Sprecher der Hauptgeschäftsführung" werden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der Branchenvertretung. Der Verband wird weiter einen ehrenamtlichen Präsidenten haben. Diese Position soll Rolf Martin Schmitz, Vorstandschef des Kölner Regionalversorgers Rheinenergie übernehmen. Gleichzeitig wird die Zahl der Hauptgeschäftsführer von zwei auf vier aufgestockt, neben Kluge wird es Leiter der Ressorts Strom, Gas und Wasser geben.

Die Chefs der großen Energiekonzerne Eon, Wulf Bernotat, RWE, Jürgen Großmann, und EnBW, Hans-Peter Villis, hatten Anfang des Jahres Kluge als hauptamtlichen Präsidenten ins Spiel gebracht, um die ihrer Meinung nach ineffiziente Lobbyarbeit voran zu bringen. Einige einflussreiche Chefs von Kommunal- und Regionalversorgern fühlten sich aber übergangen und drohten die Personalie zu blockieren.

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