M&A-Anwalt David Cheyne
Aufstieg des Regenmachers

Mit David Cheyne rückt einer der besten M&A- Anwälte an die Spitze der Kanzlei Linklaters: ein harter Chef mit treuer Gefolgschaft.

LONDON. So einem möchte man bei schwierigen Verhandlungen nicht gegenübersitzen. Direkt und unbeirrbar blickt David Cheyne aus seinen braunen Augen, den Mundwinkel spöttisch verzogen, hört er zu. Präzise und zugespitzt sind seine Antworten, und seine feine Ironie scheint sich stets auf der Grenze zum Sarkasmus zu bewegen. Nichts könne er so schlecht ertragen wie Dummheit, heißt es über ihn – das, was ein Überflieger wie er für Dummheit hält.

Der 57-Jährige mit den zurückweichenden dunklen Haaren und der wenig modischen Metallbrille ist einer der „Regenmacher“ der Londoner City: einer, der die dicken Aufträge ranschleppt, ein Staranwalt mit legendärem Ruf. Er hat bei einigen der größten Übernahmeschlachten aller Zeiten die Angreifer beraten und als Chef der Abteilung für Unternehmenskunden entscheidend zum Erfolg des Anwaltskonzerns Linklaters beigetragen. Nun streicht er die Belohnung ein: Die 520 Partner haben ihn zum Senior Partner gewählt, zu ihrer Nummer eins. Gemeinsam mit dem Managing Partner Tony Angel wird Cheyne die Firma als Gespann führen, etwa so wie Chairman und CEO.

Cheynes Aufstieg begann vor 34 Jahren, als er nach dem Studium in Cambridge bei Linklaters anheuerte. „Mit dem gewaltigen Jahresgehalt von 975 Pfund“, wie er sich im Gespräch mit dem Handelsblatt lachend erinnert. Acht Jahre später war er Partner. Im Jahr 2000, auf dem Höhepunkt der Fusionswelle, stieg er zum weltweiten Leiter der Abteilung für Unternehmenskunden auf.

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