Mutmaßlicher Betrüger
UBS-Skandalbanker gegen Kaution entlassen

Der mutmaßlich betrügerische UBS-Investmentbanker Kweku Adoboli ist gegen Kaution aus der Londoner Untersuchungshaft entlassen worden. Um rund 1,7 Milliarden Euro soll er die Schweizer Großbank gebracht haben.
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LondonDer wegen Betrug und Urkundenfälschung angeklagte frühere UBS -Händler Kweku Adoboli ist am Freitag gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das zuständige Londoner Gericht Southwark Crown Court machte keine Angaben zu den Auflagen. Einer von Adobolis Anwälten sagte, der Angeklagte müsse im Haus eines Freundes in London wohnen, ein Ausgehverbot beachten und eine elektronische Fußfessel tragen. Zudem habe Adoboli eine größere Summe an Kautionsleistungen hinterlegen müssen.

Adoboli, der im September verhaftet wurde, soll mit nicht zulässigen Geschäften im Bereich Exchange Traded Funds (ETF) 2,3 Milliarden Dollar verzockt haben. UBS konnte den Schaden später auf rund zwei Milliarden Dollar eingrenzen. Bei einer Verurteilung muss Adoboli mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren rechnen. Der 32-Jährige bestreitet die ihm zur Last gelegten Vorwürfe. Das Gericht hat den Beginn der Hauptverhandlung auf den 3. September angesetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Mutmaßlicher Betrüger: UBS-Skandalbanker gegen Kaution entlassen"

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  • Es ist nicht zu Glauben, dass das Management nicht informiert war.

    Es wäre dann nicht informiert gewesen, wenn die Geschäfte nicht im Handelssystem, nicht im Bach Office erfasst gewesen wären. Dies halte ich für unmöglich.

    M.E. wurde hier einem dummen jungen Mann eine Affaire angehängt.

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