Nach Abgang des Finanzvorstandes soll Rewe-Personalkarussell anhalten
Kölner Possenspiel macht Pause

Nach dem Abgang des bisherigen Finanzvorstands Gerd Bruse soll es endlich vorbei sein mit den ständigen Personalwechseln bei der Kölner Handelsgruppe Rewe.

HB DÜSSELDORF. „Der amtierende Vorstand in der Besetzung Achim Egner, Josef Sanktjohanser und Alain Caparros hat die volle Unterstützung des Aufsichtsrates“, sagte gestern Rewe-Sprecher Wolfram Schmuck dem Handelsblatt. Schmuck sitzt auch als Arbeitnehmervertreter im Kontrollgremium.

Damit tritt Rewe Berichten entgegen, dass auch der Vorstandsstuhl von Sanktjohanser, der für die selbstständigen Supermärkte und das Filialgeschäft verantwortlich zeichnet, ins Wackeln geraten sein könnte.

Nach dem unrühmlichen Ausscheiden des langjährigen Rewe-Chefs Hans Reischl im April 2004 war das Unternehmen nicht mehr aus den Schlagzeilen herausgekommen.

Zunächst hatte der von Aufsichtsratschef Klaus Burghard protegierte Hoffnungsträger Ernst-Dieter Berninghaus seinen Platz an der Spitze des nach der Metro zweitgrößten deutschen Handelskonzerns räumen müssen. Grund: die angebliche Verstrickung in eine Betrugs- und Steueraffäre.

Auch die Amtszeit eines „Dreigestirns“ aus Bruse, Sanktjohanser und dem damaligen Einkaufsvorstand Hans Schmitz währte nur kurz. Dann setzte Aufsichtsratschef Burghard dem Triumvirat im April 2005 den einstigen Debitel-Manager Achim Egner vor die Nase.

Gerd Bruse, dessen Ausscheiden auf eigenen Wunsch, wie Rewe gestern bekannt gab, diente der Handelsgruppe mehr als 25 Jahre. Der 54-Jährige gilt als gewiefter Finanz- und Steuerexperte. Seine Aufgaben übernimmt nun erst einmal Vorstandschef Egner, der gestern weitere „Veränderungen in wichtigen Bereichen“ des Unternehmens ankündigte, ohne allerdings Einzelheiten zu nennen.

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