Nach der Gewinnwarnung
Thiel-Chef Eierhoff geht - aber nicht zu Karstadt -Quelle

Der Chef des börsennotierten luxemburgischen Logistik-Anbieters Thiel, Klaus Eierhoff, nimmt überraschend seinen Hut. Das Unternehmen gibt "unterschiedliche Auffassungen zur Weiterentwicklung des Unternehmens" als Grund an.

HB LUXEMBURG. Eierhoff werde seinen Posten zum 30. Juni räumen, erklärte die Firma. Die Suche nach einem künftigen Vorstandschef sei bereits eingeleitet worden. Der ehemalige Bertelsmann- und Karstadt-Manager Eierhoff steht seit zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens.

Thiel hatte die Märkte in der vorvergangenen Woche nach einem schwachen Start in das Jahr 2005 mit einer Gewinnwarnung geschockt. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen statt eines Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von "50 Millionen Euro plus X" auf Grund zahlreicher Restrukturierungen nun nur noch ein Ebit von 36 Millionen Euro. 2004 hatte Thiel mit einem Nettogewinn von einer Million Euro nach zwei Jahren die Verlustzone verlassen.

Eierhoff war zuletzt als möglicher neuer Chef des Handelskonzerns Karstadt-Quelle im Gespräch gewesen, bei dem Christoph Achenbach zurückgetreten war. Eierhoff war den Spekulationen aber entschieden entgegen getreten: "Es gibt bei Thiel noch einiges zu tun“, hatte er erst auf der Hauptversammlung am Mittwoch erklärt. Nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Eierhoff bei Thiel versicherte Karstadt-Quelle, der Manager gehe nicht, weil er zum Handelskonzern wechseln wolle.

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