Nach der Trennung
Rechte und Pflichten bei Unterhaltszahlungen

Unterhalt können sowohl die Kinder verlangen als auch der geschiedene Partner.

Betreut die Frau nach der Scheidung das gemeinsame Kind, braucht sie nicht arbeiten zu gehen, bis das Kind acht Jahre alt ist. Bis zum Alter von 15 Jahren wird ihr nur eine Halbtagsbeschäftigung zugemutet. Auch wer krank ist und daher nicht arbeiten gehen kann, kann Unterhalt verlangen. Genauso Arbeitslose - vorausgesetzt, sie können nachweisen, dass sie sich redlich um eine Stelle bemüht haben. Liegen zwischen dem aus Ehezeiten gewohnten Lebensstandard und dem Leben danach Welten, kann zudem Aufstockungsunterhalt verlangt werden. 890 Euro im Monat müssen dem Unterhaltspflichtigen jedoch mindestens übrig bleiben, wenn er erwerbstätig ist, bei Nichterwerbstätigen sind es 770 Euro.

Nach dem geltenden Unterhaltsrecht muss der Mann zunächst an die Kinder und die Ex aus erster Ehe zahlen. Heiratet er ein zweites Mal, wird für die Zweitfamilie das Geld oft knapp. Das will Justizministerin Zypries jetzt ändern. Nach der von ihr vorgeschlagenen Reform des Unterhaltsrechts sollen, wenn das Geld nicht für alle reicht, künftig die Kinder an erster Stelle berücksichtigt werden, egal aus welcher Verbindung sie stammen. Erst dann kommen die Mütter. Bei Konflikten unter den verschiedenen (Ex-)Partnerinnen gilt: Wer minderjährige Kinder betreut, geht vor.

Quelle: »NEWS Frankfurt

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