Nach Führungswechsel Kahlschlag im Top-Management steht bevor

Das große Personalkarussell bei Opel scheint nach dem Abgang von Stracke erst richtig in Fahrt zu kommen. In den kommenden Wochen will sich der Autobauer laut einem Medienbericht von 500 Top-Managern trennen.
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Opel will sich in den kommenden Wochen offenbar auch von vielen Führungskräften trennen. Quelle: dapd

Opel will sich in den kommenden Wochen offenbar auch von vielen Führungskräften trennen.

(Foto: dapd)

RüsselsheimNach dem Abgang von Karl-Friedrich Stracke als Vorstandsvorsitzender und zwei weiteren Vorstandsmitgliedern am Mittwoch sollen zusätzlich zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen verlassen. Das bestätigte der taumelnde Autobauer am späten Mittwochnachmittag.

„Opel will die Bürokratie im Unternehmen reduzieren. Die Führungsstrukturen sollen verschlankt und effizienter gestaltet werden", sagte ein Opel-Sprecher auf Anfrage. Vorher hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, in den kommenden Wochen wolle sich das Unternehmen von 500 Führungskräften trennen, deren Gehälter allesamt mindestens sechsstellig seien. Den Managern sollen Abfindungsangebote gemacht werden.

Den Angaben der Zeitung zufolge soll der vom Mutterkonzern General Motors (GM) mit der Opel-Sanierung beauftragte Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky im Aufsichtsrat sogar die Trennung von 2.400 Managern gefordert haben. Von den rund 40.000 Mitarbeitern gelten nach Girskys Definition 12.000 als Führungskräfte. Seit 2009 hat Opel 8000 von 48.000 Arbeitsplätzen abgebaut, vornehmlich einfache Mitarbeiter.

Am Mittwochmorgen waren schon Entwicklungschefin Rita Forst und Finanzchef Mark James ohne Begründung abgelöst worden. „Ich danke Rita und Mark für ihre harte Arbeit", erklärte Opel-Aufsichtsratschef und General Motors-Vorstand Girsky lediglich in Rüsselsheim.

Neuer Chef-Entwickler bei Opel wird laut Mitteilung Michael Ableson, der bisher die weltweite Entwicklung der Fahrzeuge der Kompaktklasse verantwortete. Hier war ihm mit dem Astra ein großer Erfolg gelungen, denn das Auto wurde als Chevrolet Cruze in den USA und weltweit zu einem Verkaufsschlager.

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4 Kommentare zu "Nach Führungswechsel: Opel steht Kahlschlag im Top-Management bevor"

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  • 500 Topmanager weniger. Sind das die mit den dicken Autos von denen keiner weiß was sie machen? Da kann man richtig neidisch werden.

  • Bei den Erfolgen kommen die nicht mal bei Mc Donalds unter.

  • Warum Abfindung?Wenn einer seinen Job nicht richtig macht,dann Arschtritt.

  • Das wird dem Fachkräftemangel lindern.

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