Nach Microsoft-Gerücht
Mollenkopf wird Qualcomm-Chef

Nun also doch nicht Microsoft: Chip-Spezialist Qualcomm ernennt Steve Mollenkopf zum neuen Konzernchef. Zuvor wurde er als Kandidat für den Microsoft-Spitzenjob genannt. Die Suche nach dem Ballmer-Nachfolger geht weiter.
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San DiegoDer Chip-Spezialist Qualcomm hat seinen Manager Steve Mollenkopf zum neuen Konzernchef gekürt – wenige Stunden, nachdem er als Kandidat für den Spitzenjob bei Microsoft genannt wurde. Der 44-jährige Mollenkopf soll im kommenden März die Führung bei Qualcomm übernehmen, wie das US-Unternehmen am Freitag mitteilte. Er war bisher für das operative Geschäft zuständig. Der bisherige Konzernlenker Paul Jacobs soll in einer neuen Position die Strategie weiterhin mitentwickeln. Qualcomm ist der weltgrößte Hersteller von Kommunikations-Chips für Smartphones und Tablets.

Kurz zuvor hatte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg Mollenkopf als einen Kandidaten für den Chefposten bei Microsoft genannt. Dort wird ein Nachfolger für Konzernchef Steve Ballmer gesucht, der sich bis spätenstens nächsten Sommer zurückziehen will. Microsoft versucht derzeit den Umbau vom Software-Konzern zu einem Geräte-Anbieter. Dafür übernimmt Microsoft unter anderem gerade die Handy-Sparte von Nokia. Das Geschäft mit Smarpthones und Tablets gilt angesichts niedriger Marktanteile des Handy-Betriebssystems Windows Phone als Achillesverse des Konzerns. Mollenkopfs Kompetenzen hätten also durchaus nützlich sein können. Microsoft kommentierte die Berichte über mögliche Kandidaten bisher nicht.

Microsoft will nach bisherigen Medienberichten möglichst noch in diesem Jahr einen Nachfolger für Ballmer finden. Lange wurde Ford-Chef Alan Mulally als aussichtsreicher Kandidat gehandelt, doch zuletzt hieß es, er wolle bis Ende 2014 bei dem Autokonzern bleiben. Als weitere Anwärter gelten der frühere Nokia-Chef Stephen Elop, der mit der Übernahme des Handy-Geschäfts der Finnen zum Windows-Konzern zurückkehrt, sowie Microsofts Cloud-Chef Satya Nadella. Zwischenzeitlich war auch von mehreren anderen Kandidaten wie Ex-Skype-Chef Tony Bates die Rede.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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