Nach Tod von Reinhard Mohn
Liz Mohn übernimmt die Macht bei Bertelsmann

Nach dem Tod von Reinhard Mohn übernimmt seine Witwe Liz Mohn alle Rechte des Bertelsmann-Patriarchen. Ihr am vergangenen Samstag verstorbener Mann habe Liz Mohn seine bisherigen Sonderrechte übertragen, so Bertelsmann. Bertelsmann-Aufsichtsratsvorsitzende Gunter Thielen gab am Donnerstag auch Einblick in die wichtigsten anderen Nachfolgeregelungen Reinhard Mohns.
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HB GÜTERSLOH. Ein Bericht über die Nachfolgeregelung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wurde aus dem Hause Bertelsmann bestätigt. Liz Mohn erhält damit jetzt ein Vetorecht in der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG). Damit könnte sie alle Entscheidungen der BVG, in der 100 Prozent der Stimmrechte der Bertelsmann AG gebündelt sind, blockieren. "Reinhard Mohn hat gewollt, dass seine Frau Liz seine Rolle übernimmt", sagte der Bertelsmann-Aufsichtsratsvorsitzende Gunter Thielen der Zeitung.

Im Namen von Liz Mohn gab Thielen erstmals Einblick in die wichtigsten Nachfolgeregelungen Reinhard Mohns. Danach wird Christoph Mohn die Sitze seines Vaters in der BVG und im Kuratorium der Bertelsmann-Stiftung übernehmen. Diese hatte er bereits seit Sommer 2007 in Vertretung seines Vaters wahrgenommen. Die heute 68 Jahre alte Liz Mohn soll bis zum Alter von 75 Jahren Vorsitzende der BVG und Sprecherin der Familie bleiben. Sie darf selbst darüber bestimmen, wer ihr dann nachfolgt. "Es gibt keinen Automatismus, nach dem Brigitte Mohn später die Rolle ihrer Mutter übernimmt. Christoph Mohn hat die gleichen Chancen wie seine Schwester", sagte Thielen.

Reinhard Mohn hat auch seine Stifterrechte an Liz übertragen und verfügt, dass sie ihre Aufgaben im Vorstand und im Kuratorium der Bertelsmann-Stiftung bis zur Vollendung des 80. Lebensjahres wahrnehmen darf.

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