Nach Verlusten im Eigenhandel
WestLB-Vorstand geht

Die Millionenverluste aus Aktienspekulationen der WestLB haben zu einer ersten Konsequenz im Vorstand geführt. Robert M. Stein, der bis Ende Februar für den Eigenhandel zuständig war, scheidet nach über dreijähriger Tätigkeit zum 31. Juli aus dem Führungsgremium aus.

pk FRANKFURT. Das teilte die Bank am gestrigen Dienstag Nachmittag mit. Stein wolle sich einer „neuen beruflichen Herausforderung“ stellen. Die WestLB hat durch fehlgeschlagene Spekulationen auf Kursdifferenzen zwischen Vorzugs- und Stammaktien bei VW und BMW einen dreistelligen Verlust eingefahren, der sich nach Einschätzung von Branchenbeobachtern auf bis zu 500 Mill. Euro addieren kann. Bislang hat die Bank insgesamt 243 Mill. Euro verloren, jedoch waren bei der letzten Veröffentlichung noch nicht alle Aktien aus dem Eigenbestand verkauft.

Nach Angaben der Landesbank haben mittlerweile entlassene Händler den Schaden verursacht, weil sie gegen Limitvorgaben verstoßen hätten. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin und die Staatsanwaltschaft prüfen beziehungsweise ermitteln in der Affäre. WestLB-Vorstandschef Thomas Fischer sieht kriminelle Energie im Spiel und spricht von einem „Anschlag“ auf die Bank sowie „Geheimnisverrat“.

Stein wurde im Juli 2004 Vorstandsmitglied der WestLB, nachdem er zuvor verschiedene Führungspositionen bei Adelphi Capital Partners, der Deutschen Bank und bei Merrill Lynch bekleidet hatte. Über einen Nachfolger wurde noch nicht entschieden, hieß es am Dienstag. Vorstandskollege Werner Taiber werde innerhalb der Sparte Corporates & Capital Markets die Aufgaben von Stein übernehmen, sagte ein Sprecher der WestLB.

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