Nachfolgedebatte
Wer wird der nächste Warren Buffett?

Die Nachfolge des Investmentgurus Buffett ist ein gut gehütetes Geheimnis. Nur eins ist klar: Er übergibt sein Imperium seinem Sohn, dem ein Manager zur Seite gestellt wird. Wer die Favoriten sind - und was sie können.
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New YorkTed Weschler ist schon lange ein Fan des legendären Investors Warren Buffett. Mehr als 2,6 Millionen Dollar bezahlte der Hedge-Fonds-Manager jeweils in den Jahren 2010 und 2011 bei gemeinnützigen Versteigerungen, um mit dem 81-jährigen Buffett zu Mittag essen zu dürfen.

Die Investition hat sich gelohnt. Buffett fand Gefallen an dem Geldmanager aus Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia und fragte Weschler beim „Power Lunch“ im vergangenen Jahr, ob er nicht einen der wichtigsten Posten in Buffetts Konzern übernehmen wolle.

In diesem Monat fängt der 50-Jährige als Investmentmanager bei Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway an. Er wird einen Teil des 110 Milliarden Dollar schwerem Portfolios managen, das aus Aktien, Anleihen und anderen Investments besteht und das der Investment-Guru in mehr als 45 Jahren mit beispiellosem Erfolg aufgebaut hat. Der Posten katapultiert Weschler in die Position, eines Tages Buffetts Nachfolge anzutreten als Investmentchef von Berkshire Hathaway.

Mit Weschlers Start in der Firmenzentrale im beschaulichen Omaha im Staat Nebraska gibt Buffett ein weiteres Puzzlestück um seine geheimnisvolle Nachfolgeregelung bekannt. Denn wenn der drittreichste Mann der Welt sein Unternehmen einmal nicht mehr führen kann, soll ihn gleich eine ganze Reihe von Leuten ersetzen. Die Frage, wer das sein könnte, ist jedes Jahr Thema auf seiner weltbekannten Hauptversammlung, die Zehntausende Aktionäre aus allen Teilen der Erde nach Omaha lockt. Doch Buffett hält sich bei diesem heiklen Thema stets bedeckt. Er will nicht zu früh zu viel Unruhe in den Konzern bringen, der zu den größten Amerikas gehört.

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