Nahe Finnland
Chodorkowski kommt in eine Strafkolonie

Es ist einer der spektakulärsten Justizfälle Russlands: Der einst reichste Mann des Landes soll nahe Finnland den Rest seiner 13-jährigen Haftstrafe verbüßen.
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MoskauDer frühere Oligarch Michail Chodorkowski ist in eine Strafkolonie in der nordwestlichen Provinz Karelia nahe der finnischen Grenze gebracht worden. Das teilten seine Anwälte am Montag mit. Der einst reichste Mann Russlands soll dort den Rest seiner 13-jährigen Freiheitsstrafe verbüßen.

Angehörige und Anwälte waren seit dem 10. Juni, als Chodorkowski aus einem Moskauer Gefängnis verlegt wurde, im Unklaren über dessen Aufenthaltsort gelassen worden. Auf der Website seiner Anwälte hieß es, Chodorkowskis Eltern seien von Gefängnisbeamten informiert worden, wo sich ihr Sohn befindet.

Der ehemalige Milliardär war im vergangenen Dezember zu 14 Jahren Haft verurteilt worden, nach einer Berufung wurde das Strafmaß auf 13 Jahre reduziert. Dabei wird auch die nun zu Ende gehende erste - achtjährige - Haftstrafe Chodorkowskis angerechnet. Der 47-Jährige muss noch bis 2016 in Haft bleiben. Seine Anhänger halten seine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung und Betrug für politisch motiviert. Chodorkowski werde bestraft, weil er unter anderem Oppositionsparteien finanziell unterstützt und damit den damaligen Präsidenten Wladimir Putin herausgefordert habe.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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