Neue Biographie Die Geheimnisse des Ferdinand Piëch

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Fürwegers beste Quelle für Piëch ist jedoch Piëch selbst - aber eben aus der vielfach zitierten Autobiografie und aus seinen in Fernsehdokumentationen, etwa von Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, verarbeiteten Piëch-Auftritten auf Automessen wie dem Montag startenden Genfer Automobilsalon.

Bis dato unbekannte Zeugnisse von Wegbegleitern fehlen ebenso wie eine vertiefende Analyse des Mannes, der im Untertitel als "Jahrhundert-Manager" gefeiert wird. Fürweger gelingt es nicht, das Rätsel Piëch zu lösen, er kann es nur auf gut 200 Seiten beschreiben. Dennoch lohnt sich die Lektüre für diejenigen, die etwa Fürwegers erstes Buch über die Familie nicht kennen. Was der Journalist zusammengetragen hat an großen Geschichten und kleinen Anekdoten aus dem Clan der Porsches und Piëchs ist durchgängig spannend.
Das Buch ist gut geschrieben und übersichtlich gegliedert. Der Leser lernt, wie früh prägende Themen wie der Leichtbau in Piëchs Leben getreten sind. Während des Studiums an der ETH Zürich ist der angehende Ingenieur so fasziniert von der Materie, dass es ihn in die Luft statt auf die Straße zieht. Fürweger schreibt es der fehlenden Luftfahrtindustrie Österreichs zu, dass Piëch dann doch beim Automobil gelandet ist. Ansonsten müsste die Geschichte der Autoindustrie umgeschrieben werden. Fürweger beschreibt Ferdinand Piëchs Anteil daran - nicht mehr und nicht weniger.

Wolfgang Fürweger: Ferdinand Piëch. Der Automanager des Jahrhunderts; Ueberreuter, Wien 2011, 200 Seiten, 22,95 Euro.

 

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