Neue „Forbes“-Liste
Die Reichsten bekommen neue Konkurrenz

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New YorkBislang galt: In den USA gibt es Superreiche, in Europa auch - der Rest ist Dritte Welt.

Dass viele frühere Entwicklungsländer rasant aufgeholt haben, hat sich zwar in den vergangenen Jahren herumgesprochen. Doch die neue „Forbes“-Liste der Milliardäre zeigt: Indien, China, Brasilien und Russland kommen nicht - sie sind schon längst da.

Jedes Jahr veröffentlicht der New Yorker Steve Forbes in seinem Wirtschaftsmagazin die Liste der Superreichen dieser Welt - basierend auf Recherchen und Schätzungen. Mehr als 1200 sind es in diesem Jahr, so viele wie noch nie. Doch es gibt Verschiebungen, über die Forbes selbst staunt: „Vor zehn Jahren kam die Hälfte der Milliardäre aus den USA, heute ist es noch ein Drittel.“ Asien habe nun mehr Milliardäre (332) als Europa (300). Und die Hauptstadt der Superreichen ist nicht mehr New York, sondern Moskau (79).

Noch lebt jeder dritte Milliardär in den USA. Aber China mit 115 und Russland mit 101 Superreichen holen kräftig auf. Und der Reichste aller Reichen ist im zweiten Jahr in Folge kein US-Amerikaner, sondern der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim Helú. „Und es war nicht einmal knapp“, sagt Forbes. Denn lag der Mexikaner im letzten Jahr nur knapp vor Microsoft-Gründer Bill Gates und Investmentkünstler Warren Buffett, so trennen ihn von den beiden anderen heute mit 74 Milliarden Dollar (53 Milliarden Euro) fast 20 Milliarden. Das liegt allerdings auch daran, dass Gates und Buffett ständig Milliarden spenden.

In den Top Ten ist kein Deutscher, dafür gleich vier aus Ländern, die man gemeinhin als Schwellenländer bezeichnete, etwa Indien und Brasilien. „Der Trend ist klar“, betont Forbes: „Brasilien hatte im letzten Jahr 18 Milliardäre, heute sind es 30. Russland: von 62 auf 101. In China waren es 69, jetzt sind es 115. In Indonesien hat sich die Zahl auf 14 verdoppelt und auch in der Türkei sind es mehr geworden.“

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