Neue Hayek-Firma
Ein Zubrot für Clooney

US-Schauspieler George Clooney konnte sich bislang schon ein Zubrot verdienen, indem er eine Uhr der zur Swatch-Gruppe gehörenden Marke Omega werbewirksam in seinen Filmen ums Handgelenk band. Jetzt jedoch gehen Hayek und der 46-jährige Star in ihrer Zusammenarbeit einen Schritt weiter.

ZÜRICH. Er ist eben ein unverbesserliches Verkaufsgenie: Nicolas Hayek senior, Präsident des Luxuskonzerns Swatch. Der Vater des Swatch-Mobils, das irgendwann zu einem Smart mutierte, Ehrenbürger seines Wahlheimatkantons Bern und stetiger Träger mehrerer Uhren an einem Handgelenk, hat einen neuen Coup gelandet: Für seine neuste Firma, die er in diesen Tagen gemeinsam mit dem Schweizer Stromversorger Groupe-E und einer internationalen Bank auf die Beine stellt und die vor allem Produkte herstellen soll, die auf der Brennstoffzellentechnik beruhen, hat er den US-Schauspieler George Clooney engagiert.

Der smarte Held von Filmen wie „Ocean 11 (bis 13)“ konnte sich bislang schon ein Zubrot verdienen, indem er eine Uhr der zur Swatch-Gruppe gehörenden Marke Omega werbewirksam in seinen Filmen ums Handgelenk band. Jetzt jedoch gehen Hayek und der 46-jährige Star in ihrer Zusammenarbeit einen Schritt weiter: Der Schauspieler soll Mitglied des Verwaltungsrats in Hayeks neuem Laden werden.

Warum ausgerechnet Clooney? Hayek antwortet darauf eher ausweichend, indem er feststellt, dass ihm der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat und frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore zu publicityträchtig gewesen wäre. Bei Clooney dagegen ist die Motivation logischer: Der Schauspieler ist ein bekennender Umweltschützer, der beispielsweise, sooft es geht, sein elektrisch betriebenes Auto aus der Garage holt. Die Schweiz kann er auch gut leiden, für Nestlé greift er seit längerem zur Nespresso-Tasse.

Genau den umweltbewussten Clooney-Fan hat nun die neue Hayek-Firma, die noch keinen Namen hat, mit ihren Produkten, die es auch noch nicht gibt, ins Visier genommen. Als Startkapital wollen die Gründer umgerechnet rund 13 Millionen Euro bereitstellen. Bereits in diesem Jahr soll das Unternehmen starten. Geplant ist, innerhalb von drei bis fünf Jahren einen Motorenprototyp zu entwickeln und „die Bevölkerung für den Hausgebrauch und für die Mobilität mit Elektrizität zu versorgen“. Das klingt zwar alles noch recht nebulös. Doch Clooney ist als Verwaltungsrat bereits fest gebucht, wie ein Sprecher des Schauspielers bestätigte. Wie sagte dieses andere Marketing-Genie Henry Ford einmal: „Für jeden Dollar, den ich in ein neues Auto stecke, muss ich mindestens einen Dollar investieren, um das Auto auch zu verkaufen.“ Hayek würde dem zustimmen.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur
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