Neue Prozesse reagieren auf Kundenwünsche
Innovation treibt künftiges Wachstum

Unternehmen investieren große Summen in Forschung und die Umsetzung von Innovationen. Dabei vergessen die Konzerne oft, ihre Produkte nach den Ansprüchen der Konsumenten zu gestalten. Immer mehr Unternehmen erkennen das Problem und reagieren: Sie ändern ihre Prozesse, um mit neuen Produkten schneller und besser auf Kundenwünsche eingehen zu können.

FRANKFURT. Die Automobilindustrie ist wieder einmal ganz vorne dabei. Rund 29 Mrd. Euro will die Branche in diesem Jahr in Deutschland für die Forschung und die Umsetzung von Innovationen ausgeben. Fast jeder zweite Euro wird in der Branche mittlerweile mit Produkten, die jünger als drei Jahre sind, umgesetzt. Ähnlich hoch ist mit 44 Prozent die Innovationsquote in der Elektroindustrie, zeigt der jüngst vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) veröffentlichte Innovationsreport. Für Markenartikelunternehmen, die die Konsumgüter des täglichen Bedarfs herstellen, schätzt Christian Rammer, Projektleiter Innovationsforschung beim ZEW, die derzeitige Innovationsquote auf etwa dreißig Prozent - Tendenz insgesamt steigend.

"Innovationen sind die wichtigsten Treiber für nachhaltig wertschöpfungsorientiertes Wachstum", meinen 90 Prozent der kürzlich von der GfK-Marktforschung befragten Unternehmenslenker der Markenartikelindustrie. Doch die richtigen Innovationen auf den Markt zu bringen. ist eben nicht so einfach, wie die Studie von GfK und Werbeagentur Serviceplan zeigt. Im Marktsegment der schnell drehenden Konsumgüter floppen derzeit 70 Prozent aller neuen Entwicklungen. Sprich: Sind nach zwölf Monaten nicht mehr in den Ordersätzen des Handels.

Wie also können die Unternehmen besser werden? Das fängt schon beim Begriffsverständnis von Innovationen an, folgt man Friedrich Stara, Vorstand Wasch- und Reinigungsmittel beim Konsumgüterhersteller Henkel. Während Produktinnovationen in der Regel als neue oder deutlich verbesserte Angebote, die ein Unternehmen auf den Markt bringt, beschrieben werden, definiert Stara das Thema ganz klar von der Verbraucherseite aus: "Innovation ist dann gegeben, wenn der Konsument einen neuen und vor allem einen relevanten Nutzen hat."

Weil die Verbrauchergruppen heterogener und vielschichtiger werden, wird es für Unternehmen immer schwieriger zu entscheiden, welche Produktneuerungen für welche Zielgruppen wirklich relevant sein könnten. Mehr "Consumer Insights", muss deshalb die Devise heißen, meint Stara: "Der Fokus muss auf den Kundenbedürfnissen liegen." Nur wer eine relativ klare Vorstellung davon hat, was der Verbraucher auch wirklich will und braucht, kann mit seinen Produkten auch bei ihm landen.

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble beispielsweise macht seit einiger Zeit mit dem System der "open innovation" von sich reden. Dabei liefern die Kunden, aber auch externe Organisation Anregungen für neue Produkte. Mittlerweile kommen schon über ein Drittel der Produktideen von außen. Procter & Gamble gehört nach Meinung von Business Week zu den innovativsten Unternehmen der Welt - neben Firmen wie Apple (Erfinder des I-Pods) oder Motorola.

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